Seelbach Sorgen noch nicht verflogen

Auf dem Seelbacher Campingplatz ist wieder Leben eingekehrt. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Freude bei den Campern – sie können wieder ihrem Hobby nachgehen. Auch Robert Schwörer, Betreiber des "Schwarzwälder Hofs", ist erleichtert, dass er seinen Campingplatz jetzt öffnen darf. Noch sind aber nicht alle Probleme gelöst.

Seelbach. Pünktlich zum Start der Pfingstfe­rien rollten die Wohnwagen wieder an. Viele junge Fa­milien mit Kindern und die Dauer­camper sind auf den Seelbacher Campingplatz gekommen, nur die Gäste aus der Schweiz und die Nie­derlande fehlen.

Glücklich ist auch der Inhaber – trotz aller Vorschriften. Denn nach einer langen Durststrecke und dem verlorenen Ostergeschäft gibt es endlich wieder Arbeit. "Wir sind froh, dass die Gäste da sind und sich trauen", sagt Schwörer. Doch auch wenn die rund 170 Plätze immerhin zu 80 Prozent belegt sind, hat er weiter Sorgen: Das Gastronomiegeschäft läuft noch nicht so richtig, der Wellnessbereich ist geschlossen und die amtlichen Auflagen haben zur Konsequenz, dass er auch bei weniger Gästen die vollen Kosten hat.

Eine gute Nachricht brachte die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges bei ihrem Besuch des Cam­pingplatzes am Mittwoch mit: Der Wellness­bereich mit Sauna und Schwimm­bad dürfe heute, 6. Juni, wieder öffnen. Dass die Gäste trotzdem noch nicht sofort in den Genuss der Wellnessangebote kommen, liegt daran, das dieser Bereich erst vorbereitet werden muss. "Wir brauchen fast eine Woche, um alles wieder hochzufahren", präzisiert Schwörer.

Für Sommerferien liegen zahlreiche Buchungen vor

Aber: Auch ohne diese Extras genießen die Gäste, die da sind, ihren Urlaub. Familie Wick aus Sulzburg ist das zweite Mal hier. "Uns gefällt es ganz gut. Endlich dürfen wir Ferien machen, nachdem wir Ostern zu Hause verbracht haben. Leider ist das Schwimmbad zu, aber wir ma­chen dafür Wanderungen." Den Kindern habe den Naturlehr­pfad im Litschental besonders gefallen.

Die Kesslers aus Tübingen sind seit kurzem stolze Besitzer eines Dauercampingplatz. Die Freude ist groß, vor dem Lockdown konnten sie nur einmal hier übernachten, dann ging das nicht mehr. "Wir sind immer wieder tagsüber gekommen und haben nach dem Rechten geschaut, den Rasen und die Blumen gegossen und sind am Abend zurückgefahren", erzählt die Familie.

Nach den durchwachsenen Pfingstferiengeschäft hofft Schwörer auf viele Gäste in den Sommerferien. Bis jetzt gibt es genug Buchungen. Ob es so bleibt, müsse man ab­warten. "Es könnte Stornierungen geben, wenn die Leute wieder ins Ausland reisen dürfen", befürchtet er.

In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt hat Robert Schwörer ein Hygienekonzept erstellt. Er darf auch die Sanitäranlagen seines Campingplatzes öffnen, da die WC’s und Duschen mit einer Zu- und Abluft ausgestattet sind. Gäste sind angehalten, beim Betreten der Gebäude einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und auf Abstand zu anderen zu achten. Die üblichen, gründlichen Hygienemaßnahmen habe man nochmals verstärkt, eine laufende Desinfektion von Türgriffen und Flächen sei selbstverständlich, so Schwörer.

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