Seelbach Schutter erholt sich langsam

Riesige Mengen an Schlamm finden sich im Bereich der Pegelanlage in Wittelbach. Foto: Landratsamt Foto: Lahrer Zeitung

Seelbach/Wittelbach (red/jr). Anfang Juli hatten Bürger dem Landratsamt Ortenaukreis Trübungen und Verfärbungen der Schutter im Bereich zwischen Seelbach und Wittelbach gemeldet. Große Mengen Schlamm waren eingeleitet worden. Der feine Schlamm verteilte sich flussabwärts auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern im Gewässerbett, teilt das Landratsamt Ortenaukreis mit.

Es hatte sich dort stellenweise eine bis zu 50 Zentimeter dicke Schicht gebildet, die die Lebensgemeinschaften der Gewässersohle beeinträchtigte. "Zu einem Fischsterben kam es trotz sommerlicher Temperaturen und niedriger Wasserstände aber nicht", so Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis. "Proben und Erhebungen vor Ort ergaben, dass keine giftigen Stoffe mit dem Schlamm in die Schutter gelangt sind", so Vetter weiter.

Schlamm-Massen behinderten die Pegelmessung

Die größten Schlammmengen hatten sich im Bereich des Pegels Wittelbach abgelagert und behinderten dort auch die Pegelmessung des Landes. "Hier konnte der Faulschlamm von der gepflasterten Gewässersohle entfernt werden, ohne dass Gewässerlebewesen dadurch noch stärker beeinträchtigt wurden", äußert sich der Amtsleiter weiter über die Schutter.

In Abstimmung mit der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes, der staatlichen Fischereiaufsicht und der Gemeinde konnte unter Aufsicht des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz ein großer Teil des Schlammes abgesaugt werden, heißt es weiter in der Mitteilung des Landratsamts.

Nach einer weiteren Ortsbegehung Ende September seien laut des Landratsamts Ortenaukreis aber keine dauerhaften Schäden durch den noch zurückbleibenden Schlamm in der Schutter zu befürchten. "Wir rechnen damit, dass die Ablagerungen nach und nach durch Hochwasser ausgeräumt werden und die geschädigten Flächen dann schnell durch Gewässer-Lebewesen aus unbeeinträchtigten Abschnitten der Schutter wiederbesiedelt werden", so Vetter.

Die Entwicklung an der Schutter werde aber weiterhin von den Behörden beobachtet.

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