Seelbach Erinnerungen an Stauwehr

Besonders Werner Weber (von links) und Carola Joos vom Historischen Verein Mittelbaden freuen sich darüber, dass zwischen Wittelbach und Seelbach Infotafeln daran erinnern, wie das Gebiet vor der Renaturierung genutzt wurde. Foto: Kiryakova Foto: Lahrer Zeitung

Seelbach. Kaum jemand in Seelbach und Wittelbach erinnert sich an das historische Stauwerk, das zum Betrieb der Mühlen zu Dautenstein einst an der Schutter gebaut wurde. Die Wasserkraft, die seit dem Ende des Mittelalters benutzt wurde, verlor Mitte der 60er-Jahre ihre Bedeutung. Der 1,2 Kilometer lange Mühlkanal wurde teilweise zugeschüttet und wich dem Bau eines Rückhaltebeckens aus.

An der Stelle des historischen Stauwerks wurden nun zwei Infotafeln angebracht. Am Dienstag stellten die Initiatoren Carola Joos und Werner Weber von der Regionalgruppe Geroldsecker Land im Historischen Verein Mittelbaden die Tafeln vor. Joos und Weber bemühen sich seit Jahren, die Geschichte der Mühlen aufzuarbeiten. Da das Stauwehr Teil dieser Geschichte war, musste es erhalten werden. Problematisch war es, dass der Mühlenkanal nicht unter Denkmalschutz stand und die vollständige Entfernung drohte.

Bedeutung der Anlage zeigen

"Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, die Geschichte so darzustellen", sagte Werner. Der Historische Verein habe in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg einen Mittelweg gefunden, um einerseits die Schutter in ihren natürlichen Zustand zurückzuführen, andererseits die historische Bedeutung der Anlage zu erhalten, berichtete Christine Himmelsbach, die beim RP für Planung und Bau von Hochwasserschutzmaßnahmen zuständig ist.

"Geschichte muss man begreiflich machen, so kann sie nicht verloren gehen", ergänzte Norbert Klein, Vorsitzender der Regionalgruppe. An einer Tafel präsentiert der Verein die Geschichte des Stauwehrs, die zweite Tafel stellt die Umgestaltung des Wehrs durch das Regierungspräsidium dar. Die Umgestaltung hat insgesamt 9000 Euro gekostet.

An zwei Abenden, am 15. und 22. März, präsentieren Joos und Weber die Geschichte der großen herrschaftlichen Mühle zu Dautenstein. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr in der Kunstmühle, Litschentalstraße 59.

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