Seelbach Brunnen soll Ziegeldach erhalten

Markus Glatz ist neuer Burgvogt auf der Hohengeroldseck. Er steht ab sofort Josef Ringwald zur Seite. Bei der Hauptversammlung blickte der Burgverein zudem auf kommende Sanierungsprojekte.

Seelbach. "Das Erscheinungsbild der Burganlage ist einem einwandfreien Zustand", sagte Schäfer als Vorsitzender des "Vereins zur Erhaltung der Burgruine Geroldseck" am Donnerstagabend in "Becks Vesperstube". Der Seelbacher Bürgermeister lobte die gute Arbeit von Burgvogt Josef Ringwald (Biberach), Wolfgang Singler (Bauamt im Seelbacher Rathaus) und dem Bauhof der Gemeinde.

Markus Glatz stellte sich als neuer Burgvogt vor. Der 48-jährige Seelbacher, verheiratet und Vater von zwei Kindern, hat diese Aufgabe als Nachfolger von Otto Himmelsbach übernommen. Glatz sagte auf Nachfrage, dass er sich auf diese neue Aufgabe freue und auf Anfrage des Vorsitzenden "nach kurzer Bedenkzeit" zugestimmt habe. Da Glatz sich ehrenamtlich beim FSV engagiert, hat er die entsprechende Erfahrung. Damit hat die Burg wieder zwei Vögte.

Siegfried Kohlmann wird neuer Moderator

Die Vorbereitungen für das Burgfest am 1. September seien schon angelaufen, sagte Gemeinderat Johannes Wagner, der das Fest zusammen mit Bauamtsleiter Manfred Uhl seit Jahren organisiert. "Wir versuchen, weitere attraktive Stände und Betreiber zu finden." Uhl ergänzte, dass man so zum Beispiel im Gespräch mir den "Prinzbach Highlanders" ist. Neuer Moderator wird Hauptamtsleiter Siegfried Kohlmann sein.

In der Zukunft plant der Verein, den Brunnen in seinen ursprünglichen Zustand zurückzubauen. Die Betonabdeckplatte wird dann entfernt. Eine Holzkonstruktion mit einem Ziegeldach soll dafür errichtet werden. Das sei bereits mit dem Denkmalamt abgesprochen, sagte Schäfer. Es bestehe die Möglichkeit, dass damit auch der Brunnen wieder freigelegt wird. Der Brunnen hat eine Tiefe von 56 Metern, von denen mehr als die Hälfte aufgefüllt ist. Die Ausführung ist für die Jahre 2020 und 2021 geplant. Das Wappen über dem Eingang zum ehemaligen Wohnturm sollte, denkmalgerecht geschützt werden. Eine neue Fahne für die Burg ist bestellt.

Das Projekt, eine Toilettenanlage auf dem Gelände zu bauen, lässt sich nicht verwirklichen. Stattdessen wird das Toi-Toi-Häuschen ab April bis Ende Oktober erneut am Burgtor stehen. Die Kultur- und Tourist-Info übernimmt die Kosten der Wartung in Höhe von 1100 Euro für die Saison.

Das wichtigste Sanierungsobjekt 2018 war die Brücke zum oberen Burghof. Die Konstruktion aus Stahl, einem Gitterrost und Holzbohlen für Hunde als Boden hat 8800 Euro gekostet. Unterhalb der Vereinshütte hatten Käfer die Bäume geschädigt. Daher wurden die befallenen Bäume nach Rücksprache mit dem Revierförster Hans-Jörg Fries gefällt. Eine Firma hat den starken Wuchs mit Efeu auf den Mauern beseitigt.

Der Burgverein sucht für das große Fest am Sonntag, 1. September, ehrenamtliche Helfer für die Kassen. An den zwei Kassen werden die Helfer in zwei Schichten eingesetzt. Durch den zu erwartenden großen Andrang an diesem Tag hat der Verein inzwischen mehrere Posten für das sogenannte "Wegegeld" eingerichtet.

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