Schwanau Taubergießen-Gemeinden sollen enger zusammenrücken

Schwanau. Eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Naturschutzgebiet Taubergießen soll abgeschlossen werden. Auch die Gemeinde Schwanau ist dieser Vereinbarung beigetreten. Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde über das Vorhaben informiert.

 

Fünf Gemeinden haben Gemarkungsflächen im Naturschutzgebiet Taubergießen. Neben Rheinhausen, Kappel-Grafenhausen, Rust und dem französischen Rhinau hat auch Schwanau einen Anteil an diesem Gebiet. Rund zwei Hektar sind es, die zu Schwanau gehören. Andreas Epping vom Regierungspräsidium Freiburg und Bettina Saier, die die Geschäftsführung der Taubergießenstation in Kappel-Grafenhausen übernommen hat, informierten das Gremium über die Pläne und Entwicklungen.

Zunächst informierte Epping darüber, dass 2017 die "ökologische Station" in Kappel-Grafenhausen im ehemaligen Zollhaus eingerichtet wurde. Dort hat auch Saier ihren Arbeitsplatz. Wesentliche Punkte sind die Überlegungen, wie und in welcher Struktur im Naturschutzgebiet besser zusammengearbeitet werden kann.

Lizenzen für Bootsfahrer nicht eingeschränkt

So sind Saiers Aufgaben, die engere Zusammenarbeit der Gemeinden und der Landratsämter zu forcieren, die Vernetzung von Interessensvertretern, aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Naturzentren und ein Konzept zur Besucherentwicklung zu erstellen. Dort sieht sie vor allem im Bereich der Beschilderung Handlungsbedarf, dieser sei ziemlich chaotisch und müsse besser ausgearbeitet werden. Außerdem sollen weitere Projekte ausgearbeitet und weiterentwickelt werden. Primäres Ziel von Saier ist es, das Team auszubauen.

Für Dagmar Frenk (SPD) stellte sich die Frage nach den Kosten. Saier und Epping erklärten, dass vorerst keine Kosten entstehen. Allerdings wäre es möglich, dass bei einer weiteren Personalgewinnung ein Beitrag entsteht. Derzeit würde das Land jedoch die Stelle von Saier bezahlen. Reinhard Frenk (FW) wollte eine deutliche Aussage zu den Bootsfahrern. Immer wieder gebe es unterschiedliche Informationen darüber, dass diese eingeschränkt werden. Hier konnte Saier beruhigen: Die Lizenzen werden weiterhin vergeben und Bootsfahrer können auch weiterhin fahren. Bootsfahrer seien ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzgebiets.

Ingrid Scharff (SPD)befürchtet, dass durch die Flutungen Schadstoffe in das Naturschutzgebiet kommen könnten. Sie forderte, die Wasserqualität zu prüfen.

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