Schwanau Kanalsanierung zieht sich über Jahre hin

Schwanau (ashe). Markus Vogel vom gleichnamigen Ingenieurbüro hat in der jüngsten Schwanauer Gemeinderatssitzung die Fortschritte der Kanalsanierung der Gemeinde vorgestellt.

Bereits im Jahr 1989 wurde die Eigenkontrollverordnung verabschiedet. Somit waren ab sofort die Gemeinden für die Kontrollen der Kanalisation zuständig. "Bei den ersten Kontrollen wurden zahlreiche Defizite festgestellt", sagte Vogel. So sei immer wieder sogenanntes Fremdwasser in die Kanalisation eingetreten, was wiederum für Überflutungen in den Kläranlagen sorgte.

"Im Jahr 2002 wurden die ersten Untersuchungen in Schwanau angestellt. Seit 2007 wurden Lösungen bei der Innensanierung umgesetzt", so Vogel. So seien zum aktuellen Zeitpunkt fünf Teilgebiete abgeschlossen. Die Teilabschnitt sieben und acht umfassen noch rund 100 Grundstücke. Bis zum Jahr 2021 soll der Bereich bei Allmannsweier Süd abgeschlossen sein. Danach wird in den Jahren 2024 und 2025 die Kanalisation in Wittenweier in Ordnung gebracht sein, um dann ab 2026 die Kanalisation in Ottenheim zu bearbeiten. Vogel erläuterte, das die Innensanierung in Nonnenweier abgeschlossen ist, die beiden Erneuerungen, die in Nonnenweier noch notwendig sind, könnten nicht mit der Innensanierung realisiert werden. Vogel rechnet damit, dass für den Ortsteil Nonnenweier Kosten in Höhe von 750 000 Euro anfallen werden. In Allmannsweier werden Kosten von 360 000 Euro erwartet und für Wittenweier fallen 130 000 Euro an. Für Ottenheim wird mit 65 000 Euro gerechnet.

Die Öffentliche Hand arbeite hier mit den Grundstückseigentümern zusammen. "Da aufgrund des Trinkwasserschutzes nicht alle Materialien zur Sanierung eingesetzt werden können, findet Ende Juli ein Termin mit einer Fachfirma statt, die eine Lösung für ein vom Markt genommenes Produkt hat, das vor elf Jahren in Schwanau zum Einsatz kam und nun aufgrund zu geringer Nachfrage vom Markt genommen wurde", sagte Vogel abschließend.

"Hier wird Gutes auf den Weg gebracht, auch wenn der Abschluss noch lange auf sich warten lässt", lobte Schwanaus Bürgermeister Wolfgang Brucker die Arbeiten. Ratsmitglied Dagmar Frenk (SPD) hob die hohe Akzeptanz der Eigentümer hervor, "die in den meisten Fällen ihren Beitrag zur Sanierung der Kanalisation beitragen".

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