Schwanau Eine schwere Rennwoche für Daniel Rubin

Nachdem die vergangenen beiden Rennen aufgrund eines Sturzes nicht nach Plan verliefen, schaut Daniel Rubin nun nach vorne und bereitet sich auf das Saisonfinale auf dem Hockenheimring vor.Foto: Damon Teerink Foto: Lahrer Zeitung

(red/fg). Hinter dem Schwanauer Motorrad-Fahrer Daniel Rubin liegt eine schwierige Rennwoche. Die IDM-Superbike-Saisonstationen zwei und drei verliefen nicht so, wie es sich der 22-Jährige und das Rubin-Racing-Team erhofft hatten.

Los ging es am Montag (7. September) auf dem Sachsenring. Auf dem technisch anspruchsvollen WM-Kurs ging Rubin im ersten freien Training über das Limit und stürzte bei hoher Geschwindigkeit in der Ralf Waldmann-Kurve, die in WM-Kreisen auch "Waterfall" genannt wird. Bei seinem Sturz schlug der Schwanauer heftig mit dem Kopf auf und hatte Glück, ansonsten "nur" Prellungen davon getragen zu haben. Dennoch entschied er sich, an den Rennen nicht teilzunehmen, zumal ab Freitag das nächste Rennwochenende stattfinden sollte.

Donnerstagmittag fällte er dann die Entscheidung, auf dem Lausitzring zu starten. Allerdings musste er mit einer Vorjahres-Yamaha-R1 antreten, da sein Nummer-eins-Motorrad bei dem Sturz zu sehr zerstört worden war. In der Lausitz musste sich Rubin zunächst an die Strecke gewöhnen, auf der er mit dem 1000ccm-Motorrad noch nie gefahren war. Er konnte sich in den Trainings trotz einiger Probleme steigern und holte Startplatz 19.

In den Rennen musste er jedoch dem Sachsenring-Crash Tribut zollen. In beiden Superbike-Läufen kam Rubin zwar gut ins Rennen, bekam jedoch nach einigen Runden körperlich und mental Probleme. Diese hinderten ihn daran, eine Pace aufzubauen, auch wenn er zeitweise schneller fahren konnte als im Training. Am Ende fuhr er auf Platz 18 und 20 über die Ziellinie.

Im Kopf "nicht zu 100 Prozent da"

"Ich habe schon im Qualifying gemerkt, dass mir in der Schulter die Kraft fehlte. Auch vom Kopf her war ich noch nicht zu 100 Prozent da. Die Starts waren in beiden Rennen sehr gut. Ich konnte in den ersten Runden einige Plätze gutmachen und die zunächst auch halten. Körperlich und auch mental konnte ich dann aber den Speed nicht abrufen und ab der Rennhälfte ging fast nichts mehr. Ich war nur noch verkrampft und habe einfach versucht, die Rennen zu Ende zu fahren. Für den Kopf war es wichtig, so viel wie möglich zu fahren", bilanzierte der Fahrer.

"Jetzt schauen wir, dass wir das Einsatzmotorrad bis Hockenheim wieder aufgebaut bekommen, damit wir auf unserer Heimstrecke voll angreifen können", so Rubin. vom 25. bis 27. September findet auf dem Hockenheimring das IDM-Saisonfinale statt.

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