Schuttertal Spannung pur bei der Holzfällermeisterschaft

Außergewöhnliche körperliche und technische Leistungen brauchten die Teilnehmer bei der Holzfällermeisterschaft Foto: Baublies

Schuttertal - Die Internationalen Schwarzfäller Holzmeisterschaften, zum 40. Mal am Eichberg  ausgetragen,  haben den Teilnehmern und dem veranstaltenden RSV Schuttertal alles abverlangt. Mussten doch die  Athleten und die vielen Helfer an ihre körperlichen Grenzen gehen.

 

Was die Anwesenden jedoch geboten bekamen, war vom Allerfeinsten. Am Start waren die führenden Sportholzfäller des Eurojack, die zeigten, zu welchen außergewöhnlichen körperlichen und technischen Leistungen sie fähig sind. Unter anderem sägte der Sieger Christophe Geissler einen 30 Zentimeter dicken Stamm mit der Einmann-Zugsäge in 9,25 Sekunden durch.

Für den RSV war es besonders erfreulich, dass sich mit Markus Vögele, Stefan Eble und Anton Vögele drei Teilnehmer für diesen anspruchsvollen Wettkampf der Eurojack-Serie qualifizieren konnten. Vögele nutzte in diesem Klassefeld seinen Heimvorteil und zeigte praktisch keine Schwächen. Mit einer  tollen Leistung –­ er blieb nur zwei Punkte hinter dem Sieger, dem Schweizer Christophe Geissler –, verdrängte er den viermaligen Gesamtsieger Armin Kugler aus Österreich auf Rang drei. Trotz seines Sieges in der Disziplin Präzisionssägen musste Stefan Eble mit dem sechsten Rang Vorlieb nehmen, da er nach seinem Comeback noch nicht in allen Disziplinen an das absolute Top-Niveau herankam. Kleinigkeiten waren ausschlaggebend, dass er sich nicht besser platzieren konnte.

Eine  besondere Leistung vollbrachte Anton Vögele. Er konnte sich bei seiner 40. Teilnahme  für das Finalequalifizieren und ließ am Ende noch sechs Teilnehmer hinter sich, eine absolute Bravourleistung.

Das erste Mal treten Frauen beim Euro Jack an. Hier gewann Yolanda Hagmann aus der Schweiz.

Gekommen waren zum Finale am Sonntagmittag gut 1500 Zuschauer. Glück hatte, wer einen Schattenplatz ergattern konnte – oder so schlau war, einen Sonnenschirm mitzubringen. Die 21 Wettkämpfer bei den Herren und sieben Damen mussten die Sonne und Temperaturen deutlich über der 30 Grad-Marke bei anstrengenden Wettkampfbedingungen ertragen.

Die 21 Kämpfer traten in sechs Disziplinen gegeneinander an. Am anspruchsvollsten dürfte die Disziplin Springboard gewesen sein. Jeder der Wettkämpfer musste Kerben rund um einen stabilen Stamm einschlagen und dann mit dem Brett, dem Springboard, aufwärts klettern. Am Ende in etwa vier Meter Höhe galt es einen Stamm durchzuschroten.

Am schnellsten waren aber die Damen. Yolanda Hagmann (Schweiz), Gisela Paulnsteiner (Österreich) und Svenja Bauer (Deutschland) schafften die zehn Meter Klettern unter zehn Sekunden. Herunter ging es noch schneller. Sie rutschen schlicht wieder senkrecht herunter Dafür war die dicke Schutzkleidung, die sicher auch sehr warm war, erforderlich. Das geschah allerdings außer Konkurrenz. Wer an der Spitze zuerst die Glocke anschlug, war am schnellsten. Aus Sicht des Veranstalters, des RSV, waren die 40. Schwarzwälder Holzfällermeisterschaften und der 16. Euro Jack ein Erfolg. Das wird auch das Rote Kreuz so sehen, Blessuren gab es keine.

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