Schuttertal Selbstgemachte Produkte sind gefragt

Brigitte und Martin Müllerleile bieten im "Kasperhof" Brot und Fleischwaren an. Trotz der Corona-Beschränkungen kommen sehr viele Kunden vorbei. Foto: Axel Dach

Schuttertal - Während Cafés aufgrund des Lockdowns geschlossen bleiben müssen, haben Dorf- und Hofläden weiter geöffnet. Die Inhaber des Dorfladens Schweighausen und des Hofladens "Kasperhof" freuen sich sogar über mehr Kunden als vor der Pandemie.

Ob Torten, Kuchen oder Brot – im Dorfladen Schweighausen und im Hofladen "Kasperhof" heißt es derzeit schon einige Zeit vor Ladenschluss "Leider schon ausverkauft". Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen läuft das Geschäft für Brigitte und Martin Müllerleile ("Kasperhof") und Sigrid Göppert, Aufsichtsrätin und Schriftführerin vom Dorfladen, sogar besser als noch vor Corona.

"Wir haben seit Beginn der Pandemie viele Neukunden gewonnen. Der Andrang, beispielsweise beim Brot, ist groß. Hier empfehlen wir unseren Kunden sogar eine Vorbestellung oder früh genug bei uns einzukaufen, weil in der Regel bis Ladenschluss das Brot ausverkauft ist", berichten die Müllerleiles.

Beim Einkauf ist Geduld gefragt

Kunden brauchen beim Einkaufen im Laden viel Geduld, da aufgrund der Corona-Beschränkungen nur wenige Menschen gleichzeitig ins Geschäft dürfen. "Bei großem Andrang stehen die Menschen vor unserer Hofladentür in der Schlange und warten geduldig auf ihren Einlass", so die Müllerleiles.

Nicht nur die Verkaufszahlen stimmen die beiden positiv. Sie haben seit dem Ausbruch der Pandemie zudem das Gefühl, dass die Wertschätzung der Menschen für die Arbeit und die Qualität der selbstgemachten Produkte des Hofladens gestiegen ist.

Ähnliches berichtet auch Göppert aus dem Dorfladen in Schweighausen. "Wir sind sehr zufrieden, es kaufen mehr Kunden Kuchen und Torten zum Mitnehmen bei uns ein als vor der Pandemie. Wir müssen daher auch mehr backen – und dies, obwohl wir unser Dorfladen-Café nicht öffnen dürfen.

Unsere Kuchen und Torten sind sogar täglich ausverkauft." Die Leute würden im Dorfladen auch häufig ihre Großeinkäufe erledigen. Der kleine Dorfladen werde auch beim Einkauf von vielen Produkten für die täglichen Bedürfnisse den "großen" Geschäften vorgezogen.

Maximal fünf Personen dürfen gleichzeitig im Dorfladen sein. "Die Menschen verteilen sich gut und ich denke, sie fühlen sich sicher beim Einkauf", sagt Göppert. Wenn am Ende des Tages trotz des Andrangs Backwaren übrig bleiben, werden diese an die ehrenamtlichen Mitarbeiter verteilt. "Unsere Mitarbeiter bringen ihnen dann eine Backtüte vorbei", so Göppert.

Das Team vom Hofladen "Kasperhof" hat sich für das neue Jahr ein Projekt für mehr Naturschutz vorgenommen. "Wir wollen auf rund einem Hektar eine Wildblumenwiese anlegen und klimaresistente Bäume zur Erhaltung unserer Lebensräume und Artenvielfalt pflanzen", sagen die Inhaber Brigitte und Martin Müllerleile. "Wir hoffen, mit diesen Aktionen den Menschen in dieser Zeit neue Hoffnung schenken und sie auf positive Gedanken bringen zu können."

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