Schuttertal Haushalt: Dörlinbach darf auf Breitband hoffen

Schuttertal - "Dieser Haushalt hält viele Herausforderungen für die Gemeinde parat." So hat Bürgermeister Carsten Gabbert das Zahlenwerk kommentiert, das am Dienstag vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde.

Gabbert sagte zu Beginn der Beratung, dass er "nicht ganz zufrieden" mit dem Haushalt sei. Einige Ausgaben seien so nicht geplant gewesen. Die äußeren Umstände machen sie aber notwendig, ganz zuvorderst die Erneuerung der Gehwege oder auch der Bushaltestelle "Adler" in Schuttertal (185.000 Euro). Dies werde nötig, weil das Regierungspräsidium die Ortsdurchfahrt saniert.

Hinzu kommen zum Beispiel Investitionen in den Breitbandausbau in Dörlinbach (188.000 Euro), wo die Möglichkeit beim Schopfe gepackt werden soll, die technischen Voraussetzungen für die Telekom zu schaffen, auch dort möglichst schnell tätig zu werden (siehe Meldung "Leerrohre werden verlegt"). Aufgrund der langen Liste an Investitionen ist vorsichtshalber eine Kreditaufnahme in Höhe von 270.000 Euro vorgesehen. "Eine Herausforderung wird sein, ohne diesen Kredit auszukommen", so Gabbert. Dass sich das lohnen würde, zeigt auch die Entwicklung der Pro-Kopf-Verschuldung. Ohne neuen Kredit werde diese Ende des Jahres bei 293 Euro liegen. Wird der Kredit aufgenommen, schnellt diese in die Höhe auf rund 377 Euro pro Einwohner.

Die größten Projekte sind der Geh- und Radweg von Dörlinbach nach Schweighausen (600.000 Euro, finanziert aus Zuschüssen vom Land), der Investitionszuschuss beziehungsweise das Startkapital für das Projekt Pfarrscheune über 430.000 Euro und die Erneuerung der Prinschbachbrücke (190.000 Euro), die aber wohl etwas billiger wird als angenommen.

Profitieren sollen aber auch die Grundschule Dörlinbach (neue Turnkombination für 30.000 Euro), die Friedhöfe (neuer Erdcontainer für 25.000 Euro), der Bauhof (Säge-Hobel-Kombination für 10.000 Euro), die Kitas (mehr als 15.000 Euro für Möbel, Sanitär und Kanalsanierung) oder auch die Vereine (6000 Euro für WC-Wagen).

Handwerkerbetriebe unterstützen

Die Gemeinderäte hatten kaum Redebedarf. Stefan Schwörer (FW) stellte die Kosten in Höhe von 15.000 Euro für den Relaunch der Gemeinde-Homepage infrage, über diesen Punkt wurde jedoch später bei der Sitzung gesondert entschieden. Klaus Winterer (CDU) lobte die positive Entwicklung der Gewerbesteuer. Er mahnte an, gerade die Handwerkerbetriebe in der Gemeinde zu unterstützen, dass die Entwicklung auch positiv bleibt.

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