Schuttern In Rekordzeitzum Spatenstich

Die Erschließungsarbeiten im Schutterner Neubau­gebiet "Alter Sportplatz" haben traditionell mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. In einem Jahr bereits sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

 

Schuttern. "Für mich ist das heute ein sehr bedeutender Spatenstich", sagte Bürgermeister Erik Weide am Dienstag in Schuttern. Bereits am 28. August hat die Firma Knäble mit den Erschließungsarbeiten zum Neubaugebiet "Alter Sportplatz" begonnen. Es ist das erste Baugebiet, das von der Idee bis zur Ausführung vollständig in seine Amtszeit fällt. Sein ausgesprochener Dank galt dem Friesenheimer Bauamt mit seinem Leiter Markus Reinbold. Dieser betonte: "Nie bin ich das allein. Da gehören immer ganz viele dazu."

Die Bauverwaltung habe es geschafft, in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat von Schuttern sowie Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf innerhalb weniger Monate einen Acker in Bauland zu verwandeln.

Eine von außen auferlegte Aufgabe, wie sie die Zuweisung von Flüchtlingen sei, habe sich letztlich für Schuttern und den sozialen Wohnungsbau der Gemeinde als Chance erwiesen. Die damit geschaffenen gesetzlichen Rahmenbedingungen hätten es ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit aus Bauerwartungsland ein Neubaugebiet zu schaffen. Ansonsten hätte Schuttern noch gut und gern weitere acht bis zehn Jahre auf ein Neubaugebiet warten müssen, erläuterte der Ortsvorsteher. Jetzt verstrichen von der Planung bis zur Erschließung gerade einmal 13 Monate.

"Das Neubaugebiet ist für den kleinen Ortsteil ein großer Wurf", betonte auch der Bürgermeister. Im September 2019 wird mit dem Abschluss der Erschließungsarbeiten gerechnet. Glücklich ist Weide über die Erschließungskosten, die mit 2,85 Millionen Euro etwas geringer ausfallen dürften, als bisher kalkuliert: Ursprünglich waren 3,1 Millionen Euro vorgesehen. Parallel zu den Erschließungsarbeiten wird mit der Planung des sozialen Wohnungsbaus begonnen. Amtsleiter Reinbold rechnet daher in zwei bis vier Wochen mit einem weiteren Spatenstich.

Ortsvorsteher Kopf erinnerte an die lange Suche nach einem geeigneten Standort. Elf mögliche Areale seien in Schuttern untersucht worden. Letztlich habe sich der Ortschaftsrat für den Standort "Alter Sportplatz" entschieden. Mit ihm werde ein gutes Stück für die Zukunft Schutterns getan, sagte Kopf vorher. Auf seinem Ratstisch lägen bereits Anfragen für die 40 Bauplätze. "Die Vermarktung hat begonnen", so Kopf. Auch Nicolas Sackmann vom ausführenden Ingenieurbüro Zink wies darauf hin, wie gut sich das Baugebiet in die Umgebung einfüge. Die Gemeinde werde wachsen, denn es seien vor allem junge Familie, die sich für Baugrundstücke interessieren, sagte er.

Das Baugebiet "Alter Sportplatz" verfügt über eine Nettobaufläche von 2,2 Hektar. Insgesamt sind dort 40 Baugrundstücke für Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Fast 110 Wohneinheiten bieten Raum für bis zu 270 Menschen. Für den sozialen Wohnungsbau sind 16 Wohneinheiten eingeplant.

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