Schmieheim Schlossbrauerei steht hinter der Absage

Die Schlossfestspiele im Schlossgarten in Schmieheim wurden für dieses Jahr abgesagt.Archivfoto: Matthias Gottung Foto: Lahrer Zeitung

Schmieheim (red/ng). Wenn im August im sonnigen Schlossgarten zu Schmieheim mittelalterliche Fanfaren erklingen, Gaukler ihr Unwesen treiben, Gewandmacher und Goldschmiede ihr Geschmeide feilbieten, Töpfer ihren Tand versilbern und das durstige Volk nach der erfrischenden Handwerkskunst der Schmieheimer Brauer lechzt – dann weiß jeder in der Region: in Schmieheim starten die alljährlichen Schlossfestspiele. "Nur leider nicht in diesem Jahr", bestätigt Initiator Jörg Lusch, Geschäftsführer der Schmieheimer Schlossbrauerei Stöckle und Hauptsponsor der Hieronymus Schlossfestspiele. "Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Auflagen hat die Gemeinde Kippenheim bereits im Juni die Festspiele abgesagt. Ich stehe voll und ganz hinter dieser Entscheidung, die Gesundheit geht schließlich vor.

Anvisiert wird zweites Augustwochenende

Auch wenn ich mir insgeheim aufgrund der aktuell geringen Infektionslage zuletzt noch ein kleines Fünkchen Hoffnung gemacht habe, vielleicht eine abgespeckte Version der Festspiele auf die Beine stellen zu können", so Lusch. Das sei aber schon aufgrund der langen Vorlaufzeit der zu buchenden Künstler schon nicht möglich und ein Schlossfestspiele mit Abstand und Mund-Nasen-Masken mache auch keinen Spaß. "Wie sollte man damit unser Hieronymus genießen können?", sagt Lusch und lacht.

Üblicherweise braut der Brauereichef eigens für die Schlossfestspiele jedes Jahr rund 2000 Liter seines Kultgetränks, diese bleiben dieses Jahr ungetrunken. "Das spüren wir natürlich. Die Corona-Pandemie hat uns eine erhebliche Delle verursacht. Wir hoffen jedoch, mit einem blauen Auge davon zu kommen. Glücklicherweise läuft unser im Mai frisch herausgebrachtes Hieronymus Natur-Radler sehr gut", so der Brauerei-Chef, der nun auf Schlossfestspiele in nächsten Jahr hofft. Als Termin sei bereits das zweite Augustwochenende anvisiert. "In diesem Jahr wären es die 18. Schlossfestspiele gewesen, wir wären also erwachsen geworden. Nächstes Jahr haben wir demnach doppelt Grund, ausgelassen zu feiern", sagt Lusch.

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