Rust Vor dem Rathaus darf geplanscht werden

Es gibt noch viel zu tun, bis die Verwaltungsmitarbeiter wieder ins Rathaus einziehen können. Spätestens im April soll es so weit sein. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Rust. Der Ruster Gemeinderat hat eine weitere Maßnahme zur Neugestaltung des Rathausvorplatzes vergeben. In direkter Nähe zur Fischerstraße entsteht ein ebenerdiger Brunnen mit sechs sogenannter Vollstrahlfontänen. Inspiriert von dieser Idee wurde der Rat wohl von der Anlage auf dem Ringsheimer Rathausplatz, die im Sommer oft ausgiebig als Wasserspielplatz für Kinder genutzt wird.

Dem Gemeinderat lagen drei Angebote vor. Den Zuschlag erhielt die Firma Ayua Activ aus Detmold, die mit einem Preis von rund 114 000 Euro die günstigste Bieterin war (etwa 3000 Euro unter der Kostenschätzung). Der Auftrag für den Landschaftsbau rund um das Rathaus hat bereits die Firma Brucker aus Malterdingen zum Angebotspreis von rund 1,26 Millionen Euro erhalten.

Die neueste Berechnung für den ersten Bauabschnitt zur Neugestaltung des Rathausumfelds geht von Kosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro aus, zuzüglich der Baunebenkosten. Das sind rund 400 000 Euro mehr als bei der ersten Ermittlung vom vergangenen Oktober. Die Gemeinde erwartet aus dem Landessanierungsprogramm einen Zuschuss von rund 350 000 Euro. Der zweite Bauabschnitt, die Sanierung der Fischerstraße zwischen Schloss und Rathaus, soll erst nach dem Wiedereinzug in das sanierte Rathaus im März oder April diesen Jahres erfolgen.

Mit einer sogenannten geotechnischen Baubegleitung zur Neugestaltung des Rathausumfeldes beauftragte der Rat die Ingenieur-Gruppe Geotechnik aus Kirchzarten zum Preis von rund 31 000 Euro. Auf Grund eines Vorberichts wurde festgestellt, dass die Baugrubensohlen in das Grundwasser einschneiden. Im Rahmen des Tiefbaus wird überprüft, ob und welche Maßnahmen zum Grundwasserschutz zu treffen sind.

Bürgermeister und Mitarbeiter arbeiten noch zwei oder drei Monate in großer Enge im Interimsrathaus, dem ehemaligen Gebäude der Firma Electronic, und Bürocontainern in der Draisstraße.

Zudem gab Bürgermeister Kai-Achim Klare bei der Sitzung am Montag bekannt, dass er sich um ein Kreistagsmandat auf der Liste der SPD bewerben werde. Darauf wird auch wieder Kreisrat Karl-Heinz Debacher stehen, nicht mehr dabei ist der aktuelle SPD-Fraktionsvorsitzende, Altbürgermeister Günter Gorecky.

Überdies beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, dass die Mitglieder des neuen Gremiums ab 1. Juli eine höhere Entschädigung erhalten. Pro Sitzung gibt es dann 60 Euro (bisher 50 Euro), der stellvertretende Bürgermeister erhält eine Pauschale von jährlich 220 Euro (200). Die moderate Anhebung entspreche der Leistung und dem Aufwand der Ehrenamtlichen, die anspruchs- und verantwortungsvoll sei, sagte Klare.

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