Rust Mack: "Uns geht es so gut wie nie!"

So viele Besucher wie nie zuvor kommen dieses Jahr in den Europa-Park. Die Ruster erwarten einen neuen Rekord. Unser Bild zeigt die Eurosat, die nun geschlossen wurde und mit dem französischen Dorf komplett umgebaut wird. Foto: Braun

Der Europa-Park erlebt das beste Jahr seiner Geschichte und rechnet 2017 mit einem neuen Besucherrekord. Das kündigt Park-Chef Roland Mack an. Allein die neue Attraktion "Voletarium" lockte schon zwei Millionen Besucher.

Rust. Mit offiziellen Zahlen und Ergebnissen hält sich der Europa-Park in der Regel zurück. Wie gut es dem Familienunternehmen geht und wie die Geschäfte laufen, erfährt man nur gelegentlich. Eine solche Gelegenheit hatten jetzt rund 500 geladene Gäste, die bei einem "Danke-Abend" der Familie Mack in der Arena des Parks dem Chef Roland Mack zuhörten. Vor Geschäftspartnern, Offiziellen aus Landkreis, Städten und Gemeinden, Sponsoren und Pressevertretern gab Mack einen Überblick über die aktuelle Geschäftslage des Gesamtunternehmens. Was da zu hören war, strotzte vor Selbstbewusstsein und Stärke: "Wir erwarten das beste Jahr von Mack Rides und dem Europa-Park", verkündete Mack. Und er unterlegte es mit eindrucksvollen Fakten.

- Rekordjahr: Für 2017 dürfte der Besucherrekord des Vorjahres mit damals rund 5,5 Millionen Gästen noch geknackt werden. Schon jetzt habe man im Park mehr als fünf Millionen Besucher begrüßt. Als richtig starker Monat habe sich dabei der Oktober entwickelt.

- Neue Attraktion: Das "Voletarium", die erst nach Saisonstart eröffnete neue Attraktion des Parks, habe bereits zwei Millionen Besucher verzeichnet. "Unsere Erwartungen wurden sogar noch übertroffen", so Mack. Das einzige sogenannte "Flying Theater" Europas nimmt die Gäste mit auf eine atemberaubende Flugreise zu europäischen Top-Zielen. Man habe mit der neuen Show "super Bewertungen der Gäste" erzielt. Sie laufe "besser als jede Achterbahn". Bessere Verteilung: Konzipiert ist die Attraktion als Ganzjahres-Spaß für die Besucher. Sie werte damit auch die Wintersaison stark auf. Außerdem könnten mit der Show die Gäste besser im Park verteilt werden.

- Achterbahn-Bau brummt: Das zweite große Standbein des Mack-Imperiums, der Bau von Fahrgeschäften bei Mack Rides, läuft laut Roland Mack ebenfalls großartig. "Wir können der Nachfrage kaum nachkommen", erzählte er in seiner Ansprache. Bei einer Fachmesse für Fahrgeschäfte in Orlando (USA) seien "alle Rekorde gebrochen" worden. Es zeige sich, dass es von unschätzbarem Wert sei, Achterbahnen nicht nur zu bauen, sondern auch selbst in einem Park zu betreiben. "Das macht außer uns sonst keiner." Man werde mit neuen Fahrgeschäften, die derzeit getestet würden, "den Markt auf den Kopf stellen".

- Filme ziehen: Mit der Tochterfirma Mack Media erstellt das Unternehmen Filme, neuerdings auch fürs Kino. Der Zeichentrick-Streifen "Happy Family" werde weltweit erfolgreich vermarktet. In Mexiko hätten ihn mehr als eine Million Zuschauer gesehen. Auch die anderen multimedialen Angebote des Parks würden bestens laufen. "Der Park kommt mit Spielen nun auch ins Wohnzimmer", schwärmte Roland Mack.

- Top-Reiseziel: Der Ruster Park ist laut Firmenchef mittlerweile die zweit-populärste Touristenattraktion für ausländische Gäste in Deutschland, noch vor Neuschwanstein, dem Brandenburger Tor und dem Kölner Dom.

- Rust profitiert: Mack ließ es sich nicht nehmen, auch die Vorteile für die Gemeinde Rust darzulegen. Als "nicht unwesentlicher Steuerzahler" fülle der Park die Gemeindekasse - und Rust könne nun ein neues Rathaus und eine Mehrzweckhalle bauen.

- Freude über Polizeiposten: Stuttgart habe "die Zeichen erkannt", meinte Mack und sprach damit die in Aussicht gestellte Einrichtung eines eigenen Polizeipostens für Rust an (wir berichteten).  Man sei dankbar, dass die Gemeinde dafür Flächen bereitgestellt habe.

- Kritik an Berlin: Nicht verkneifen wollte sich der Park-Chef einen Seitenhieb auf die Berliner Politik: "Wenn wir als Unternehmer so arbeiten würden, könnten wir bald dicht machen!"

INFO

Neues im Park

Trotz der Riesen-Investition in den Wasserpark werde der eigentliche Park nicht vergessen, kündigte Mack an. Wie berichtet wird die Eurosat umgebaut und das französische Dorf komplett umgestaltet. Das allein koste einen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Fahrgeschäft Eurosat habe in den vergangenen Jahrzehnten rund 70 Millionen Besucher transportiert. Angelegt werde bis zur kommenden Sommersaison außerdem ein neuer Themenbereich rund um die beliebte Figur Jim Knopf. Der Wasserpark, mit geplanten 140 Millionen Euro Kosten, sei baulich bestens im Plan. Das Hotel der neuen Ganzjahreseinrichtung habe das sechste Stockwerk schon erreicht. Es soll im Frühjahr 2019 fertig sein und die riesige Wasserwelt dann in zwei Jahren, zur Wintersaison, eröffnet werden.

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