Rust Europa-Park: Als wär’s in Skandinavien

Rust - Nach zwei Jahren Bauzeit hat der Europa-Park sein Hotel Krønasår eröffnet. Familie Mack war am Freitag die Erleichterung anzumerken, dass damit die erste Etappe auf dem Weg zum Wasserpark-Resort geschafft ist.

Mehr als 150 Journalisten durften sich am Vormittag im Hotel umsehen, abends gab es eine große Eröffnungsfeier mit Promis wie Thomas Gottschalk oder Auma Obama, einer Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten. Die ersten Hotelgäste werden in einer Woche ihre Zimmer beziehen, zurzeit läuft noch der Probebetrieb.

Was haben die Macks gesagt?

Mit der Fertigstellung seines sechsten Hotels verfügt der Europa-Park nun über insgesamt 5800 Betten. Eine Erfolgsgeschichte, die dem Familienunternehmen Mitte der 1990er-Jahre keiner zugetraut hatte. Damals sah Familie Mack sich vergeblich nach einem Hotelier um, der das erste Park-Hotel "El Andaluz" betreiben wollte –­ es gab nur Absagen. "Dann haben wir es halt selbst gemacht", so Mack über den damaligen Einstieg in die Hotelbranche. Bei aller Zufriedenheit über die Fertigstellung von "Krønasår" verschwieg der Inhaber aber auch nicht, dass die letzte Zeit "belastend" gewesen sei – vor allem wegen des Großbrands im Skandinavischen Themenbereich. Ann-Kathrin und Thomas Mack erzählten indes von zahlreichen Recherche-Reisen nach Skandinavien – man habe sich so gründlich, wie es nur geht, informieren wollen, damit das neue Hotel im nordischen Stil authentisch wird.

Was kostet eine Übernachtung?

Die Preise für eine Übernachtung mit Frühstück reichen in der Sommersaison­ von 64,50 Euro pro Erwachsener im Fünf- oder Sechs-Bett-Zimmer bis zu 167,50 Euro im Einzelzimmer. Das obere Ende der Preisskala markieren die drei Royal Deluxe Suiten im obersten Stockwerk, in denen für eine Übernachtung pro Person 730 Euro Aufpreis auf die Standardzimmer fällig werden. Dabei ist der Eintritt in den Wasserpark ebensowenig inbegriffen wie der Eintritt in den Europa-Park. Dafür müssen Hotelgäste jeweils reguläre Eintrittskarten kaufen.

Ob Standardzimmer oder Luxussuite – alle Unterkünfte verbreiten gemütliches nordisches Flair. Wer in den teuersten Räumen absteigt, darf sich zusätzlich noch wie ein König fühlen – die Suiten haben die Namen skandinavischer Monarchen, an den Wänden sowie der Bettwäsche sind royal anmutende Wappen zu sehen. Und es gibt nette Details wie ausfahrbare Saunen.

Was gibt’s Neues zum Wasserpark?

Der Journalisten-Tross wurde auch auf die benachbarte Baustelle des Wasserparks geführt, auf der mit Hochtouren gearbeitet wird. Einiges ist bereits zu sehen, etwa riesige Wasserrutschen, anderes zumindest zu erahnen, zum Beispiel die Umrisse großer Schiffe, die in der Wasserwelt vor Anker gehen werden. Ende November soll alles fertig sein, dann rechnet der Park mit einem Besucheran­sturm. Doch mehr als 3500 Gäste gleichzeitig werden nicht hineingelassen, Badegäste müssen ihr Ticket deshalb vorab reservieren. Die dafür vorgesehene Internetseite wird im September freigeschaltet.

300 Ar­beitsplätze entstehen allein im Wasserpark; noch wird Personal gesucht. Doch man werbe nicht bei Freibädern in der Region die Bademeister ab, betonte der operative Leiter Kevin Kruschwitz.

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