Rust Boser will günstigere ÖPNV-Tarife

Der Rohbau der neuen Ruster Mehrzweckhalle war eine Station des Rundgangs von Grünen-Politikerin Sandra Boser und Bürgermeister Kai-Achim Klare. Foto: Büro Boser Foto: Lahrer Zeitung

Rust (red/sad). Bei einem Besuch in Rust hat sich Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser im Gespräch mit Bürgermeister Kai-Achim Klare über aktuelle Themen der Gemeinde informiert.

Bürgermeister Klare berichtete zunächst über die Verkehrs- und Parkplatzsituation in Rust. Ein wichtiger Baustein der Verkehrsplanung sei die Stärkung und Ausweitung des ÖPNV. "Der ÖPNV ist im ländlichen Raum ein wichtiger Faktor", sagte Klare und dementsprechend müsse "besser vernetzt werden, Anschlüsse gut aufeinander abgestimmt sein".

Auch für Sandra Boser ist der ÖPNV ein zentrales Thema. "Unser Ziel ist, mehr Menschen zur Nutzung von Bus und Bahn zu bewegen. Dazu soll das Ticketsystem vereinfacht werden und günstigere Tarife angeboten werden." Zudem sei es für die Ortenau wichtig, dass die Radwege- und Nahverkehrskonzepte umgesetzt werden.

"In Rust ist man schon einen Schritt weiter", verwies Klare auf die Buslinie zwischen Herbolzheim, Rheinhausen und Rust. Schüler kämen so etwa aus dem nördlichen Breisgau nach Rust und auch für Pendler und Touristen stelle sie eine gute Anbindung dar.

Neben häufigen und verlässlichen Verbindungen ist Klare auch die Verkehrsberuhigung im Ortskern wichtig. "Derzeit arbeiten wir an einem innerörtlichen Verkehrs- und Parkkonzept." Dieses solle in Zukunft nicht nur das Parken regeln, Ziel ist auch eine neue Linienführung für Fernbusse. Auch eine Ortsumfahrung sei in der Diskussion, so Klare.

Es geht auch um Schülerbetreuung

Ein weiteres Thema war die Schülerbetreuung. Für die Grundschule Rust wurde ein Betreuungsangebot geschaffen, das den Familien größtmögliche Flexibilität erlaube. "Ein Betreuungsangebot macht dort Sinn, wo es keine Ganztagsschule gibt. Jedoch muss auch die Qualität stimmen – dazu ist pädagogisch geschultes Personal erforderlich", so die Politikerin. Dem pflichtete Klare bei, verwies aber auf die zugesagte finanzielle Unterstützung durch das Land.

Zur Entwicklung der Gemeinschaftsschule äußerte sich Klare positiv: "Unsere Schule erfreut sich großer Nachfrage, auch über die Kreisgrenze hinweg." Boser weiß ebenfalls um den Wert der Bildungseinrichtungen. "Die Gemeinschaftsschulen im Land sind anerkannte Schulen. Umfragen zeigen, es gibt kaum eine andere Schulart, in der Eltern und Schüler so zufrieden sind." Die Aufgabe der Landesregierung sei nun, alle offenen Lehrstellen zu besetzen. Vor allem im Grundschulbereich fehle es an Personal, so die Politikerin.

Zuletzt wies Klare noch auf die wertvolle Arbeit der ökologischen Station Taubergießen hin. Es sei wichtig, die personelle Ausstattung weiter zu verbessern, um die für den Naturschutz erforderlichen Aufgaben zu erledigen. Hier sei das Land in der Pflicht.

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