Rust Alles andere als "Pleiten, Pech und Pannen"

Rektor und Klassenlehrerinnen freuen sich mit den Preisträgern der Klassen neun und zehn. Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Rust (ir). Freitag, der 13., ist laut Aberglauben der Tag für "Pleiten, Pech und Pannen". Nicht so für die Schüler der Gemeinschaftsschule Rust/Kappel-Grafenhausen. Dennoch wählten sie eben dieses Motto für ihre Abschlussfeier.

 

Noch ist die Gemeinschaftsschule eine Werkrealschule, die Gemeinschaftsschule wird derzeit von unten aus aufgebaut. 15 junge Frauen und Männer haben den Abschluss nach der neunten Klasse, 21 nach der zehnten Klasse absolviert, alle haben ihre Prüfungen bestanden. Einige beginnen zum Herbst eine Ausbildung, die meisten werden sich schulisch weiterbilden.

Für Rektor Karl-Heinz Debacher war es die letzte Abschlussfeier vor seinem Ruhestand, an der er den Schulabgängern ihre Zeugnisse überreichte. Die jungen Frauen und Männer hätten die Prüfungen in einer Zeit absolviert, in denen es leichter falle, beruflich Fuß zu fassen: "Der Ausbildungsmarkt nimmt euch mit offenen Armen auf", sagte Rusts Bürgermeister Kai Achim Klare. "Ihr könnt zu Recht darauf stolz sein auf das, was ihr erreicht habt."

Viele persönliche Erinnerungen wurden in den Reden der Schülersprecher und der Klassenlehrerinnen angesprochen. Carolin Braunstein und Marvin Lang brachten chaotische und lustige Momente im Schulalltag zur Sprache. Für die drei Klassenlehrerinnen gab es durchweg Lob: "Ihr habt uns immer unterstützt."

Sie gaben das Lob zurück. So hat Stefanie Dick die Schüler der neunten Klasse als "aufgeweckt und interessiert" erlebt, sie hätten überwiegend die Gemeinschaft im Blick gehabt und neue Schüler gut aufgenommen. Für Susanne Wacker war die Zeit „mit euch weder Pleite noch Pech noch Panne", sie hätte ihre Schüler gerne noch eine Weile behalten. Julia Kubasta, ebenfalls Klassenlehrerin der zehnten Klasse, verglich das Schuljahr mit einzelnen Schritten. Die seien erst langsam, mal im Stillstand und dann zur Prüfung hin "in der Spur" gewesen. Man solle nicht nur stolz auf das Erreichte sein, sondern auch stolz auf die Schritte, die einem dem Ziel näher gebracht haben.

Eingebettet waren die Reden in ein vergnügliches Rahmenprogramm. Für die musiklaische Unterhaltung sorgten die Schülerbands der neunten und zehnten Klasse. Die "fünf Grazien", alles junge Männer im Tutu, erheiterten die Besucher mit ihrem Tanz á la Schwanensee und erhielten begeisterten Applaus. Witzig und kurzweilig war das Märchen vom Aschenputtel, in einer Art Stand-up-Comedy, erzählt. Die Akteure erhielten ebenso ihren wohlverdienten Applaus wie die zwei, die Didi Hallervordens berühmten Sketch von der Kuh Elsa darbrachten.

Preis der Gemeinde Rust: Jaqueline Hoffmann, beste Schülerin der Klasse zehn

Preis der Gemeinde Kappel-Grafenhausen: Jenny Huber, beste Schülerin der Klasse neun

Preis des Elternbeirats: Marvin Lang, Klasse zehn, besondere Leistungen im Fach WZG

Preis des Fördervereins der Ferdinand-Ruska-Schule: Timea Schoch, Klasse neun, besonderen Einsatz für die Schulgemeinschaft

Preis der Volksbank Lahr: Nicklas Bellin, Klasse zehn, besondere Leistungen im Fach BK

Preis der Sparkasse Offenburg/Ortenau: Patrik Denkó, Klasse neun, besondere Leistungen im Fach Mathematik

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