Ringsheim Schwelbrand auf dem Kahlenberg

Die Feuerwehren aus Ringsheim und Ettenheim waren am Dienstagmorgen auf der Deponie im Einsatz. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim (mut). Die Feuerwehren aus Ringsheim und Ettenheim wurden am Dienstagmorgen kurz vor 6 Uhr auf das Werksgelände des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) gerufen. Laut Georg Gibis, Betriebsleiter der Deponie, war in einem Lager von sogenannten Ersatzbrennstoffen vermutlich durch Selbstentzündung ein Schwelbrand entstanden. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Personen wurden nicht verletzt. Rund 25 Feuerwehrleute waren mit Löschfahrzeugen und einer Drehleiter im Einsatz. Vier Polizeibeamte aus Lahr waren ebenso an der Brandstelle wie Kräfte des DRK.

Die kunststoffhaltigen Ersatzbrennstoffe – ein Zwischenprodukt der Behandlung von häuslichen Abfällen – werden beim ZAK gelagert, bis sie von einer Fremdfirma abgeholt und zur thermischen Verwertung in Hochöfen genutzt werden. Bekanntlich sollen diese Stoffe künftig direkt beim ZAK verarbeitet werden. Eine geplante Anlage auf dem Deponiegelände soll mehrere Millionen Euro kosten.

Nach Auskunft des stellvertretenden Geschäftsführers des ZAK, Georg Person, ist eine Selbstentzündung eines großen Haufwerks, wie es in der Fachsprache heißt, trotz regelmäßiger Kontrollen nicht gänzlich auszuschließen. Da sich das rund 1500 Kubikmeter große Lager auf freier Fläche befinde, bestehe für Gebäude oder gar Menschen keine Gefahr. Im zukünftigen Kraftwerk sei das Problem einer Selbstentzündung nicht gegeben, weil eine Zwischenlagerung des Materials in diesem Umfang nicht mehr notwendig sei, so Person.

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