Ringsheim Ringsheim macht’s sich selbst schwer

Jan Schlötzer (in Rot) war mit elf Treffern der beste Torschütze der Ringsheimer. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Im erster Jahr unter Coach Benjamin Michel steckt der TuS Ringsheim im Umbruch. Der neue Trainer kämpft daher in der Landesliga Süd nicht nur mit den Gegnern, sondern auch mit der fehlenden Konstanz seiner eigenen Sieben.

Landesliga Süd, Männer: TuS Ringsheim - TV St. Georgen/Schwarzwald 24:29 (9:15). Im Publikum war man sich nach der Partie einig. "Da war mehr drin", sagte einer der Zuschauer am Sonntag in der Kahlenberghalle. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Benjamin Michel, seit dieser Saison Trainer beim Landesligisten. "Unsere Chancenverwertung war unterirdisch", analysierte er schonungslos. Denn mehrfach war seine Sieben am Sonntag drauf und dran, den Tabellenzweiten aus dem Schwarzwald ergebnistechnisch unter Druck zu setzen. Doch mehrfach scheiterten die TuS-Werfer – mal an Jannik Kaltenbach im Tor, mal am Aluminium.

Vor der Pause zieht der Gegner davon

Und wie es im Sport manchmal läuft, rutschten dann auch noch hinten einige Bälle durch.So blieb die ganz große Spannung aus. Überbewerten wollte Michel, der vor der Saison vom TuS Schuttern – dort war er Co-Trainer – nach Ringsheim kam, das zuvor Gesehene allerdings nicht. "Gegen St. Georgen kannst du verlieren, ihr Sieg heute geht völlig in Ordnung", zeigte er sich als fairer Verlierer. Denn bereits in der ersten Hälfte gelangten die Gäste auf die Siegerstraße. Nach dem 9:10 aus Ringsheimer Sicht durch Jan Schlötzer gelang den Schwarzwäldern ein 5:0-Lauf. Diesem Rückstand liefen die Hausherren in Durchgang zwei hinterher – ohne Erfolg.

Und auch wenn Michel am Ende den Punkten nicht wirklich nachtrauerte, so hatte er in der Partie doch Parallelen zur bisherigen Saison entdeckt. "Wir machen uns im Angriff das Leben immer wieder schwer", sagte er. Mehrfach habe man in dieser Runde bereits in Führung gelegen, am Ende aber doch noch verloren. Dazu kommt eine Auswärtsschwäche, das 26:26 bei der SG Waldkirch/Denzlingen ist bislang der einzige Punktgewinn für die Ringsheimer in der Fremde. Und auch in diesem Spiel lag der TuS kurz vor dem Ende vorne und brachte den Sieg nicht über die Zeit.

Das ist in gewisser Weise sicherlich der neuen Mannschaftsstruktur zuzuschreiben, mit Daniel Stöcklin und Gabriel Kaufmann hat man zwei absolute Leistungsträger verloren. So liegt viel Angriffslast auf Jan Schlötzer, der seine Sache auch am Sonntag wieder sehr gut machte. Auch die körperlich sehr präsente TV-Abwehr hatte große Mühe mit dem elfmaligen Torschützen. Am Ende aber ging auch ihm die Kraft aus, der Auswärtssieg war fünf Minuten vor dem Ende in trockenen Tüchern.

Als Achter ist für den TuS noch viel möglich

In der Tabelle stehen die Ringsheimer nach dem Spieltag auf dem achten Platz, mit einem Sieg wäre auch Rang fünf drin gewesen. Zwar ist man mit 15:13 noch nicht in Abstiegsgefahr, die kommenden Partien in Steißlingen und zuhause gegen Ehingen werden für Michel aber dennoch "richtungsweisend" für den weiteren Saisonverlauf. Denn ein einstelliger Tabellenplatz soll es am Ende schon sein. Denn wie auch die Zuschauer am Sonntag wussten: Für Ringsheim ist in dieser Saison sicher mehr drin, als der derzeitige achte Platz. TuS: Blust, Walter - Reymann, Kölblin, Reiner 7, F. Mutschler 1, Jägle 2, Schlötzer 11/3, M. Mutschler, Lindemann, Ohnemus, Heim 3/1, Kaufmann, Mix.

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