Ringsheim Nur beim Dialekt hakt es

Ist in Ringsheim schnell heimisch geworden: der 85 jährige Rudolf "Rudi" Große-Rohde. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Ringsheim. Rudolf Große-Rohde feiert morgen, Sonntag, in der Denkmalstraße in Ringsheim seinen 85. Geburtstag. Die erste Hälfte seines Lebens verbrachte der allseits beliebte und bekannte Jubilar, den die Ringsheimer nur Rudi nennen, im Norden Deutschlands, ehe er aus beruflichen Gründen mit der Familie nach Ringsheim zog.

 

Am 26. August 1933 kam Große-Rohde im thüringischen Gera zur Welt. Er lebte mit seinen Eltern und einer älteren Schwester in Darfeld bei Münster in Westfalen. Zwei Berufe erlernte der Jubilar, zunächst machte er eine Maurerlehre. In Goch, nahe der holländischen Grenze, erlernte er später das Fliesenlegerhandwerk, die Meisterprüfung legte "Rudi" in Düsseldorf ab.

Mit seiner Frau Marlene, die er im Jahre 1957 heiratete, und den beiden Söhnen zog er im Jahr 1971 nach Ringsheim, wo er bei der Ringsheimer Firma Biehler als Fliesenlegermeister arbeitete und sich bald schon sehr wohl fühlte. Der Kontakt zu den Mitmenschen war nicht zuletzt durch seine Berufstätigkeit schnell hergestellt, doch den Ringsheimer Dialekt hat der Jubilar im Gegensatz zu seiner Frau nie angenommen. Er blieb der Sprache seiner Heimat treu.

Im vergangenen Jahr durfte Rudolf Große-Rohde mit seiner Frau die Diamantene Hochzeit feiern. Im Eigenheim und im eigenen Garten gibt es für den umtriebigen Handwerker auch heute noch immer etwas zu tun. Der Garten ist für den Jubilar ein Ort der Ruhe und Entspannung. Im Kegelclub fand er recht schnell Freunde und sportliche Betätigung. Mit ähnlicher Leidenschaft verfolgt der Jubilar auch heute noch am Fernsehen das Geschehen in der Fußball-Bundesliga.

Er und seine Frau sind seit vielen Jahren auch aktive Mitglieder im Kulturkreis und im Freundeskreis für Gemeindepartnerschaften. Wenn die Freunde aus Frankreich oder aus der alten Heimat zu Besuch kommen, sind sie willkommene Gäste bei den Große-Rohdes. Der Kontakt zur Verwandtschaft und zu Freunden aus dem Norden ist dem Jubilar wichtig und wird regelmäßig durch gegenseitige Besuche aufrecht erhalten. Das gesellschaftliche Leben hat für ihn besondere Bedeutung. Erst vor einer Woche genoss er mit Freunden das 41. Wein- und Gassenfest in der Gemeinde.

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