Oberweier Zwei ganz harte Nüsse für Oberweier

"Schlimmer geht’s nimmer" könnte das Motto für die Zweitliga-Herren des TC BW Oberweier lauten. Denn nach der knappen Niederlage zum Auftakt müssen die Ortenauer am Doppelspieltag gegen die wohl stärksten Teams der Liga ran.

2. Bundesliga Süd, Herren: TV Reutlingen 1 - TC BW Oberweier 1 (heute, 13 Uhr). Neben dem TSV 1860 Rosenheim zählt der Bundesliga-Absteiger aus Reutlingen sicherlich zu den stärksten Teams der 2. Liga und damit zu den großen Meisterschaftsfavoriten. Ganz gerecht werden konnte der TV seiner Rolle am ersten Spieltag jedoch noch nicht. Obwohl Reutlingen zum Debüt im Heimspiel gegen den TC Wolfsberg Pforzheim gleich fünf ausländischen Spieler in den Einzeln aufgeboten hatte, verzeichnete Pforzheim bei der 3:6-Niederlage bei gewonnenen Spielen sogar ein dickes Plus (94:88). Ähnlich wie Oberweier setzte auch Wolfsberg gegen den Favoriten bis auf eine Ausnahme ausschließlich auf einheimische Akteure. Und die jungen Wilden schlugen sich richtig gut, wie auch die Bilanz von elf gewonnenen Sätzen belegt.

Gegen Reutlingen im Einzel und im Doppel mit dabei sein wird Oberweiers Spielführer Philipp Bauer, der gegen Würzburg lediglich im Doppel zum Zug gekommen war. "Wir spielen wieder mit allen unseren einheimischen Kräften, das heißt mit Adrian Obert, Bastian Bross, Andrej Kracman, Paul Wörner und mir", so Bauer. Wer von den ausländischen Spielern eingesetzt wird entscheide sich recht kurzfristig.

Reutlingen mit Glück und Nervenstärke im Doppel

"Gegen Reutlingen haben wir schon vor zwei Jahren gespielt. Da kennt man sich ein bisschen. Ich bin jedenfalls gespannt, mit welcher Truppe sie antreten werden. Aber es wird in jedem Fall sehr schwer", kalkuliert Bauer.

Richtig Dusel hatte Reutlingen dann allerdings auch in den Doppeln. Alle drei Begegnungen konnten erst im Match-Tiebreak entschieden werden. Wie stark der TV Reutlingen tatsächlich ist, lässt sich alleine anhand der Meldeliste erahnen: So ist der serbische Davis-Cup Spieler Viktor Troicki (ATP 166) beim TVR lediglich an Position drei gemeldet. TSV 1860 Rosenheim - TC BW Oberweier 1 (Sonntag, 11 Uhr). Am ersten Spieltag überrollte der amtierende Vizemeister Rosenheim im bayerischen Duell den TC Amberg am Schanzl beim 8:1 förmlich. Bereits nach den Einzeln war dem Meisterschaftsfavoriten beim Stande von 6:0 der klare Sieg nicht mehr zu nehmen. Lediglich das Doppel Ricardo Bellotti und Thomas Statzberger sorgte mit ihrer knappen Niederlage im Match-Tiebreak für den einzigen kleinen Schönheitsfehler. Vor allem der Argentinier Federico Coria überzeugte auf der Position eins mit einem lockeren Zweisatzsieg gegen Peter Heller. Der aktuelle Weltranglisten-179. erteilte seinem Kontrahenten Heller beim 6:2 und 6:0 eine Lehrstunde. Gleich vier Top-300-Spieler hat Oberweiers Gastgeber in seinen Reihen – so viele wie kein anderes Team in der Liga. Dass die Aufgabe dementsprechend schwer ausfallen wird, weiß man auch in Oberweier.

Mit Rückenwind dürfte Christian Lindell in die Partie gegen seine Ex-Mitspieler gehen. Der Schwede, der in der letzten Saison noch für Oberweier aufschlug, gewann am vergangenen Sonntag ein Turnier in Italien. "Es ist unglaublich, dass Christian Lindell in Rosenheim nur an Position neun gesetzt ist. Bei uns wäre er die Nummer eins. Das sagt schon alles über die Qualiät des Teams aus", so Bauer.

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