Oberweier Prinzip Hoffnung beim TC Oberweier

Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten ist die Sommerrunde im Tennis noch nicht vom Coronavirus betroffen. Beim Zweitligisten TC BW Oberweier hat man daher noch Hoffnung. Ganz ohne Corona-Sorgen geht es aber auch an der Palmengasse nicht.

In Oliver Killeweits Leben hat Tennis einen großen Stellenwert, als Trainer verbringt er viel Zeit auf dem Platz. Aufgrund der Corona-Krise ist das derzeit jedoch anders, alle Sportanlagen sind geschlossen. Statt Vorhand und Rückhand heißt es bei ihm daher derzeit "Gartenarbeit und Kinderbetreuung". Und natürlich steht auch ab und an ein Telefonat in Diensten des TC BW Oberweier, wo Killeweit Cheftrainer und Sportwart ist, an.  

Zweite Liga soll Mitte Juli starten

Denn so langsam wirft die Sommerrunde ihre Schatten voraus. Doch natürlich schwebt auch über den Tennisplätzen der Region vor allem ein Wort: Coronavirus. Die Spielzeit der zweiten Liga, in der die erste Mannschaft aus Oberweier antritt, ist dabei am weitesten weg. Das erste Spiel steht erst am 12. Juli im Kalender. "Da habe ich schon noch Hoffnung", sagt Killeweit.  

Für die unteren Ligen könnte es eng werden

Wesentlich kritischer dürfte es für die Saison auf Verbands- und Bezirksebene werden. Ab Anfang Mai soll hier eigentlich der kleine gelbe Ball übers Netz fliegen. In Anbetracht der derzeitigen Lage dürfte dieser Termin sehr knapp werden. Zwar könnte man die Spiele auch noch nach hinten verschieben, irgendwann würde es aber eng werden, vermutet Killeweit. Bislang geht man beim Badischen Tennisverband jedoch davon aus, "dass die Medenrunde stattfinden wird" – auch wenn "die Zukunft aktuell keine genaue Vorhersage zulässt". Eine nächste Einschätzung hat der Verband für den 9. April angekündigt.  

Kaderplanungen sind abgeschlossen

Doch auch wenn die Durchführung der Saison noch längst nicht in trockenen Tüchern ist, laufen beim TCO die Planungen, der Zweitliga-Kader steht bereits. Neu dabei sind im Sommer der Russe Evgeny Karlovskiy (ATP-Rangliste Platz 248) und der Schweizer Davis-Cup-Spieler Sandro Ehrat (Platz 393). Die beiden sollen sich laut Killeweit als Nummer eins abwechseln, sodass immer einer von beiden spielt. Dazu gehören weiter Andrej Kracman sowie Paul Wörner, Adrian Obert, Philipp Bauer und Bastian Bross zum festen Kader.  

Gelassener Blick auf die Finanzen

In welchem Umfang der Etat von der Corona-Krise betroffen ist, lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern. Grundsätzlich blickt Killeweite jedoch gelassen auf die Finanzen. "Der Großteil der Sponsoren wurde schon lange angesprochen", sagt er. Zudem seien die Unterstützer meist keine Außenstehenden und es sei "alles in übersichtlichem Rahmen". Aber natürlich sei klar, dass Firmen in der derzeitigen Situation "an andere Dinge als an Sponsoring" denken, so Killeweit weiter. "Neuakquise ist derzeit schwer", weiß er. Insgesamt werden sich die Einbußen aber im Rahmen halten, vermutet Killeweit.  

Tribünen-Neubau ist in der Schwebe

Etwas mehr Sorgen macht ihm dagegen der Neubau der Tribüne an der Palmengasse. Vier bis fünf Arbeitseinsätze von Mitgliedern wären hier notwendig, so Killeweit. "Mal sehen, wann wir das starten können." Für den wirtschaftlichen Erfolg ist der Neubau jedoch eher nicht entscheidend. Und generell machen Zuschauereinnahmen am Ende nur einen kleinen Teil vom Finanzkuchen aus, so Killeweit.  

Kein Körperkontakt zwischen den Spielern

So wäre es am Ende wohl auch denkbar, dass man die Zuschauerzahlen begrenzt, damit die Tennissaison stattfinden kann, sollte sich die Corona-Situation im Sommer wieder entspannen. Denn einen Vorteil hat Tennis gegenüber anderen Sportarten: Kontakt zwischen Mit- und Gegenspielern gibt es eigentlich nicht, der Abstand zwischen den Personen könnte auf dem Tennisplatz problemlos eingehalten werden. Die Entscheidung liegt hier aber letztendlich bei Behörden und Verband.

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