Neuried "Es wird eine spannende Aufgabe"

Aus zwei mach eins: Die SF Ichenheim und der FV Altenheim gehen in dieser Saison als Spielgemeinschaft auf Torejagd. Die Vorfreude auf den Trainingsstart ist groß – auch wenn die ersten Einheiten für das Trainerteam eine Herausforderung werden.

Wenn Christian Thau am Freitag zum Trainingsauftakt der SG Ichenheim/Altenheim lädt, wird auf dem Sportplatz wohl Hochbetrieb sein. 40 bis 50 Spieler erwartet der Trainer bei der ersten Einheit der neugegründeten Spielgemeinschaft in Neuried. Anfang Mai wurde die Fusion von Bezirksligist Ichenheim und B-Ligist Altenheim bekanntgegeben, nun geht es auf dem Platz gemeinsam los. "Es freut sich jeder, da ist viel Euphorie von allen Seiten dabei", sagt Thau.

Großes Trainerteam

Ein erstes Zusammenkommen der Spieler in Form einer Besprechung gab es bereits am Wochenende, am Freitag werden nun erstmals auch die Kickschuhe gemeinsam geschnürt. "Es wird eine spannende Aufgabe und gleichzeitig eine große Herausforderung mit den vielen Spielern", sagt Thau, der in der vergangenen Saison die Ichenheimer coachte und nun der SG-Cheftrainer ist. Alleine wird er die Einheiten bei der großen Anzahl an Spielern jedoch nicht leiten können, zumal durch Corona-Verordnung Sport die maximale Gruppengröße auf 20 begrenzt ist. Man werde daher auf verschiedenen Plätzen in mehreren Gruppen trainieren, so Thau, der Kopf eines Sechser-Trainerteams ist.

Sportfreunde am Ende 14.

Im Laufe der Vorbereitung werde sich das Ganze dann auch einpendeln, sagt Thau. Denn insgesamt plant die SG mit drei Mannschaften, die erste Mannschaft übernimmt den Bezirksliga-Startplatz der Sportfreunde Ichenheim. Als Aufsteiger schloss die Elf von Thau mit 1,06-Punkten pro Spiel auf Platz 14 von 16 ab. Das war aber nicht das komplette Leistungsrepertoire, findet der Trainer. "Ich habe das Team im Mittelfeld gesehen", sagt er.

Ziel ist ein Mittelfeldplatz

Dorthin würde er gerne nun die Neurieder Spielgemeinschaft führen. Primäres Ziel ist aber erst mal der Klassenerhalt, so Thau, der überzeugt ist, dass man mit dem Zusammenschluss den richtigen Weg einschlägt. "Es ist eine Chance für den Neurieder Fußball." Daher wurde auch darauf verzichtet, viele externe Neuzugänge zur SG zu lotsen. "Man macht keine SG und holt dann zehn auswärtige Spieler", verdeutlicht Thau. Vielmehr wolle man den Spielern in deren Heimat eine Plattform bieten. "Ich hoffe, dass es fruchtet. Beide Seiten sind gespannt", sagt er. Probleme mit den Namen der Altenheimer Spieler wird er dabei wohl nicht haben, die allermeisten kenne er bereits.

Teilnahme am SBFV-Pokal

Schwieriger wird es wohl sein, zwei Teams miteinander zu kombinieren. Ein erster Test, wie gut das klappt, könnte bereits Anfang August anstehen. Denn die Ichenheimer haben sich für die Qualifikationsrunde des Verbandspokals qualifiziert, diese soll bereits Anfang August beginnen. Und auch im Bezirkspokal haben die Neurieder noch eine Rechnung offen. Denn eigentlich wäre die Thau-Elf im April im Bezirkspokalfinale angetreten. Daraus wurde jedoch bekanntlich nichts, das Finale wurde ersatzlos gestrichen.

Viele Herausforderungen

Ob sein Team auch in diesem Jahr so weit kommt, kann Thau natürlich noch nicht sagen. "Aber man versucht natürlich immer, das bestmögliche zu erreichen. Und jetzt schauen wir mal, was für eine Hausnummer im Verbandspokal zu uns kommt", freut er sich auf diese Herausforderung. Ob diese genauso groß werden wird, wie die Trainingseinheit mit bis zu 50 Spielern kann Christian Thau dann in ein paar Wochen beantworten.

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