Neuried Bisher nur drei Wohnungen verkauft

Mit einem Spatenstich startet der Bau der zwölf neuen Wohnungen in Neuried-Altenheim: Jochen Strosack (von links), Gerhard Moser, Klaus Person, Jürgen Hammel, Rolf Dieter Schink, Thomas Becker, Jochen Fischer und Christian Surbeck. Foto: Kauffmann Foto: Lahrer Zeitung

Zwölf neue, seniorengerecht ausgebaute Wohnungen werden neben dem Seniorenzentrum in Altenheim entstehen. Wer einziehen will, muss viel Geld in die Hand nehmen: Die kleinste Variante mit 61 Quadratmetern gibt es für rund 190 000 Euro.

 

Neuried-Altenheim . Spatenstiche haben etwas Besonderes, symbolisieren sie doch den freudig erwarteten Beginn eines Bauprojekts – in diesem Fall für eine Anlage mit zwölf altersgerecht ausgebauten Wohnungen neben dem Seniorenzentrum in Altenheim.

Doch in diesem Fall steht das klassische Bild mitten auf der Baustelle mit dem Spaten zudem für den Start verstärkter Werbemaßnahmen. Direkt im Anschluss an die Reden, den Umtrunk und den Smalltalk ist es um den Kern dieses Projekts gegangen: den Verkauf und die Vermietung von Wohnungen, denn das Vorhaben muss sich offenbar noch beweisen.

Für 130 Euro pro Monat bietet Heimstiftung einen Grundservice an

Nur drei Wohnungen sind bis zum Start der Bauarbeiten verkauft worden, eine davon hat die Evangelische Heimstiftung erworben. Unter anderem, um als Eigentümer mit an Bord sein zu können. "Wir haben uns mit der Vermarktung bisher zurückgehalten, starten jetzt aber richtig durch", gibt sich Christian Surbeck Geschäftsführer des Bauträgers, der Eichner Baugesellschaft aus Lahr, optimistisch. Zeit hat er indes noch: Eineinhalb Jahre sind für den Bau der Anlage vorgesehen.

Ausgestattet ist die Anlage mit einem Aufzug, die Wohnungen etwa mit breiten Türen, durch die man auch mit Rollstuhl oder Rollator bequem gehen kann, und altersgerechte Bäder mit zusätzlichen Griffen. Thomas Becker, zuständiger Regionaldirektor der Heimstiftung, geht außerdem davon aus, dass es Synergien mit dem Seniorenzentrum geben wird: Zum Beispiel wenn es um gemeinsame Aktivitäten oder das Mittagessen in Gesellschaft geht. Für rund 130 Euro im Monat bietet seine Heimstiftung einen "Grundservice". Der wichtigste Bestandteil davon ist der Hausnotruf mit Lebenszeichenkontrolle zum Schutz der Bewohner an 365 Tagen im Jahr. Auch Blumengießen in Abwesenheit gehört zum Beispiel zu diesem Service für die Senioren.

Als solcher gilt, wer mindestens 65 Jahre alt ist und damit das Rentenalter erreicht hat. Wer jünger ist, darf eine Wohnung in der Anlage zwar kaufen und vermieten, aber nicht beziehen. Die Kosten für die Kaltmiete liegen laut Surbeck zwischen acht und neun Euro. Das sei ein Vergleichswert, den Eigentümer bei einem ähnlichen Projekt in Friesenheim erheben. Unabhängige Immobilienmakler bestätigen auf Nachfrage unserer Zeitung: Dieser Preis sei nicht überteuert.

Wer lieber eine Wohnung kaufen möchte, bezahlt für zwei Zimmer mit 61 Quadratmetern 189 100 Euro. Die größte Wohnung, ebenfalls mit zwei Zimmern, aber mit drei Quadratmetern mehr, liegt bei 198 450 Euro. Ein überdachter Stellplatz für das Auto kostet zusätzliche 6950 Euro für Käufer.

Vorgesehen ist eine zweigeschossige Anlage direkt vor dem Seniorenzentrum. Im Erdgeschoss befinden sich keine Wohnungen, sondern nur Betriebsräume und Stellplätze für die Autos. Eine Beeinträchtigung der Senioren nebenan wird nicht befürchtet: Die Zimmer zeigen Richtung Hof. Außerdem wird ein überdachter Weg angelegt, der vom Neubau zum Seniorenzentrum führt. Wie der Kindergarten wird der Neubau mit Fernwärme versorgt.

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