Meißenheim Ruf: "16 Punkte reichen nicht aus"

Während Schuttern zuletzt drei knappe Niederlagen einstecken musste, läuft es für den Aufsteiger aus Hofweier derzeit richtig gut. Am Samstag kommt es zum direkten Duell der Nachbarn. Derweil meldet Ottenheim zwei Neuzugänge.

(ps/eb). TuS Schuttern - HGW Hofweier II (Samstag, 20 Uhr). Nach einer überaus erfolgreichen Vorrunde treten Schutterns Trainer Axel Schmidt und sein Team im neuen Jahr auf der Stelle. Drei Spiele, drei Niederlagen. Alle Partien lange heiß umkämpft, auch gegen die beiden Spitzenmannschaften der Landesliga.

Aber HGW-Trainer Tobias Ruf weiß natürlich, dass die Gastgeber nicht an diesen letzten Ergebnissen gemessen werden dürfen. Für ihn liegt die Favoritenrolle am Samstag eindeutig bei den Hausherren und zollt dabei ausdrücklich Axel Schmidt dafür Respekt, in den letzten Jahren in Schuttern, eine ganz starke Mannschaft aufgebaut und entwickelt zu haben, mit einigen auch individuell überdurchschnittlichen Akteuren. Und dass Benni Michael, einst Teamkollege von Tobias Ruf beim HGW, wieder seine Handballschuhe schnürt, macht Schuttern noch um einiges unberechenbarer.

Für die HGW-Reserve stellt sich die Situation im Kampf gegen den Abstieg nach den Positiverlebnissen der letzten Wochen wieder etwas angenehmer dar. Dem Selbstvertrauen waren die Erfolge und der ausgeglichene Punktestand bestimmt auch nicht abträglich. Ruf sieht das ebenso: "Nach dem erfolgreichen Spiel gegen Sinzheim können wir etwas entspannter in die nächsten zwei schweren Spiele gegen Schuttern und Meißenheim gehen. Jedoch werden 16 Punkte nicht für den direkten Klassenerhalt reichen", so Ruf, der sein Team gegen Schuttern "als klaren Außenseiter" sieht. Sebastian Schulz ist bei Hofweier privat verhindert, Mike Bächle und Hendrik Graf und Strahinja Vucetic spielen gleichzeitig mit der Ersten in Sulz. Yannik Rottler ist ab Donnerstag geschäftlich unterwegs und Jonas Eichhorn wird nach einer Operation noch länger ausfallen. Da kommt es dem Aufsteiger gerade recht, dass sich mit Philipp Wolber und Marius Deger diese Woche zwei Akteure wieder zurückgemeldet haben. "Wir gehen motiviert die letzten zehn Begegnungen der Runde an und wollten unbedingt den 3. Tabellenplatz halten", lautet jedenfalls die Kampfansage von Schutterns Coach Axel Schmidt. (lb). TVS 1907 Baden-Baden II - TuS Ottenheim (Sonntag, 17 Uhr). "Step-by-Step", soll es beim TuS weiter vorwärts gehen. Ottenheim hat den Sieg vom vergangenen Samstag mit in die Trainingswoche genommen. Vor allem an die positiven Ansatzpunkte im Angriff will die Ried-Sieben anknüpfen und kleine Abstimmungsprobleme in der Defensive abstellen. Dann sollte ein Sieg gegen den Drittletzten machbar sein. Allerdings darf man die Tabellensituation nicht zu hoch bewerten. Oft hat den Gastgebern nur ein kleines Stück zum Punktgewinn gefehlt und der Abstand zwischen dem vierten und dem zwölften Platz ist lange nicht so hoch wie er vermuten lässt. Dennoch blickt TuS-Coach Ulf Seefeldt positiv auf die Aufgabe: "Personell sieht es gut aus – wir haben alle Möglichkeiten."

Unabhängig davon hat Ottenheim seine Planung für die kommende Saison praktisch abgeschlossen. Der aktuelle Kader bleibt komplett beisammen. Ottenheims Sportlicher Leiter Norbert Weide gab daneben zwei Neuzugänge für die kommende Saison bekannt. Gabriel Kaufmann, aktuell beim TuS Ringsheim aktiv, soll auf der Mittelposition für neuen Wind sorgen. "Ein technisch starker Spieler, der zu uns passt", glaubt Weide. Dazu streift sich Linkshänder Elias Wilhelm aus der Jugend der SG Ottenheim/Altenheim in der kommenden Runde das schwarz/weiße Trikot über. (fg). HTV Meißenheim - TS Ottersweier (Samstag, 20 Uhr). Elf Punkte beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters aus Meißenheim auf den Dritten aus Schuttern. Zumindest die Relegation sollte damit sicher sein. Doch der HTV will mehr. Und mit derzeit vier Punkten Abstand auf Verfolger Ottenhöfen sieht es gut aus. "Wir haben erst Februar", beschwichtigt jedoch Trainer Frank Ehrhardt, der sich mit seinem Team vielmehr auf die "zwei Kracherspiele" gegen Ottersweier am Samstag und die HGW-Reserve am kommenden Wochenende konzentriert.

"Ottersweier ist in meinen Augen eine sehr gute Mannschaft und momentan sehr stark. Das wird nicht einfach", ist Ehrhardt gewarnt. Doch auch sein Team ist seit Beginn der Runde in bestechender Form. "Es wird bestimmt kein schlechtes Spiel", mutmaßt der HTV-Coach, der weiß, dass sich sein Team möglichst wenig Ausrutscher erlauben sollte. Denn: "Ottenhöfen wird wohl kaum noch Punkte lassen, zwei Niederlagen von uns und sie sind wieder dran." Und das soll natürlich vermieden werden. "Das Ziel sind die nächsten zwei Punkte", gibt daher Ehrhardt die Marschroute aus.

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