Meißenheim Mann des Ausgleichs und Ratgeber in schweren Stunden

Gemeinsam mit seiner Frau Gisela freute sich Manfred Kunz am Dienstag über die hohe Anerkennung. Bürgermeister Alexander Schröder (links) und Kürzells Ortsvorsteher Hugo Wingert gratulierten. Foto: Lehmann Foto: Lahrer Zeitung

Kürzell (jle). Meißenheims Bürgermeister Alexander Schröder hat am Dienstag im Rahmen der Bürgerehrung Manfred Kunz die Landesehrennadel überreicht. Immer ein offenes Ohr für Menschen in Not zu haben, Einsatzbereitschaft für Mitbürger und ehrenamtliches Engagement in Vereinen zeichnen ihn aus.

 

"Manfred Kunz gilt vielen als Mann des Ausgleichs und als einer, den man in vielen Belangen um Rat und um Hilfe fragen kann", sagte Schröder über den Geehrten. So war Kunz ab 1968 in der damals noch selbstständigen Gemeinde Kürzell Gemeinderat und einer der Vorantreiber des Zusammenschlusses mit Meißenheim.

"Es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir heute darauf verweisen, dass es unter anderem gerade auch seine Stimme war, die im damaligen Gemeinderat von Kürzell das ausschlaggebende Moment war, damit es zur Verbindung von Meißenheim und Kürzell kam", sagte Schröder. "Wer weiß, ob es ohne Manfred Kunz die Gemeinde Meißenheim in der heutigen Form überhaupt gäbe." Doch nicht nur im Gemeinderat und – nach dem Zusammenschluss – im Ortschaftsrat war er bis 1975 aktiv, zahlreiche weitere Ehrenämter runden sein Profil ab.

Aktiv bei DRK, CDU und Seniorenwerkstatt

Bei den Sportfreunden Kürzell war er sechs Jahre lang Vorsitzender, ebenso im DRK Meißenheim-Schwanau, wo er von 2003 bis 2012 Vorsitzender war und zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Weiter war Kunz von 1976 bis 2000 im Vorstand des CDU-Ortsverbands tätig und Motivator und Ideengeber, wie Schröder beschrieb.

Weiter war er in der Seniorenwerkstatt seit der Gründung 2005 dabei, im Dezember 2017 wurde er offiziell aus gesundheitlichen Gründen verabschiedet. Immer wieder war er bei Seniorenfahrten mit an Bord und hat diese begleitet.

Und das war noch nicht alles: Seit der Gründung 2011 und bis 2017 war er Beisitzer im Förderverein der Feuerwehr und bis vor wenigen Monaten Kassenprüfer bei den Ridd’l Schdägge, ebenfalls seit deren Gründung. Aufgrund seiner Tätigkeit und Kenntnisse als Prokurist war Kunz zudem Helfer im Stillen.

Häufig war er Ansprechpartner für Personen in der Gemeinde, denen die finanziellen Probleme über den Kopf gewachsen sind. Die Liste könnte, so Schröder noch weiter fortgesetzt werden. So sei es für ihn besonders erfreulich, Kunz die Landesehrennadel zu überreichen. Ein Dank ging auch an seine Gisela, die ihn immer unterstützt und selbst in der Dorfgemeinschaft aktiv ist.

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