Meißenheim Abstiegskampf pur in Oberhausen

Für Florian Engel (beim Wurf) und den HTV Meißenheim steht am Samstagabend ein wichtiges Duell im Kampf um den Klassenerhalt in der Südbadenliga an. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Wie reagieren die Meißenheimer auf den Rücktritt ihres Trainers Frank Ehrhardt? Diese Frage wird wohl am Samstagabend beantwortet. Denn gegen den Letzten aus Oberhausen ist ein Sieg für den abstiegsbedrohten Aufsteiger eigentlich Pflicht.

Südbadenliga: TuS Oberhausen - HTV Meißenheim (Samstag, 20 Uhr). Abstiegskampf pur herrscht am Samstagabend in der Rheinmatthalle, wenn der gastgebende TuS (Schlusslicht, 7:19 Punkte) mit Meißenheim (Platz neun, 9:17 Punkte) einen direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenverbleib erwartet. Ausgerechnet im Hinspiel Ende Dezember feierten die Hüsemer ihr bisher jüngstes Erfolgserlebnis, doch das 28:28 half unter dem Strich keinem der Kontrahenten wirklich weiter.

Wie bereits berichtet, wird aus Gästesicht mit Spannung erwartet, welche Reaktion die Mannschaft zeigen wird, nachdem Frank Ehrhardt nach dreieinhalb Jahren mit seinem Rückzug als Trainer den Weg freigemacht hat für neue Impulse. Oberhausen stellt für den Riedverein eine Aufgabe dar, die in erster Linie über körperliches Gegenhalten und Leidenschaft zu lösen sein wird.

Beide Mannschaften müssen auf Sieg spielen

In körperlicher Hinsicht konnte Oberhausen über die laufende Saison hinweg phasenweise immer wieder einmal überzeugen, zuletzt zeigte sich aber immer wieder, dass die Gastgeber immer dann bereits unter großen Druck geraten, wenn sie schnell in Rückstand geraten. Im Hinspiel gegen Meißenheim gelang es dem HTV nie so recht, sich vom Kontrahenten zu lösen. Konditionell sollten die Vorteile eindeutig auf Meißenheimer Seite liegen.

Die maßgebliche Frage beim Gast lautet dagegen: Kann die Mannschaft wieder an jene Leidenschaft vom Saisonbeginn anknüpfen, die zuletzt nur noch fragmentarisch zu spüren war? Ein Sieg nach zuletzt 1:11 Punkten in Serie wäre ein wichtiger Impuls für den Abstiegskampf, obgleich sich auch Oberhausen aus selbigem Motiv keinen Punktverlust gegen die direkte Konkurrenz erlauben kann. TuS Altenheim - TV Oberkirch (heute, 20.30 Uhr). Mit einem anspruchsvollen Vergleich beginnen die Gastgeber (Platz drei, 18:8 Punkte) schon heute Abend die Rückrunde. Eines steht aus Sicht von TuS-Coach Michael Schilling bereits unverrückbar fest: "Wir müssen sofort Vollgas geben, vom Kopf her wach und bereit sein." Schilling erinnert sich noch gut an die Partie in der Hinrunde, als sich sein Team in Oberkirch knapp mit 32:30 siegreich behaupten konnte. Der TVO (Platz vier, 16:12 Punkte) stelle "eine eingespielte, in sich erfahrene Mannschaft von großer Torgefahr", kurzum, ein Kontrahent, der als äußerst gefährlich einzustufen sei.

Personell wieder mehr Optionen

Der Wiedereinstieg nach zwischenzeitlicher Pause gestaltete sich aus Sicht des Riedvereins überwiegend positiv, "ich gehe davon aus, dass wir am Freitag auf einen vollzähligen Kader bauen können", sagt Schilling optimistisch. In dieser Hinsicht war die kurze Pause dienlich, denn zuletzt plagte die TuS-Spieler dann doch die eine oder andere Blessur. Zur Alternative – qualitativ wie quantitativ – wird somit auch wieder Trainersohn Marvin Schilling. Doch Wunder sollte man von jetzt auf gleich nicht erwarten, betont der Vater. "Er soll langsam wieder rein finden, alles andere lässt sich erst nach den ersten Einsatzminuten sagen. Er ist eine gute Alternative, die wir auch gegen Oberkirch brauchen können."

Was den Vergleich heute Abend selbst betrifft, findet Michael Schilling klare Worte: "Wir wollen mit einem Heimsieg ins neue Jahr starten, klare Sache. Allerdings war das Hinspiel sehr knapp, ich vermute, dass es diesmal ähnlich eng verlaufen könnte." SG Kappelwindeck/Steinbach - TV Herbolzheim (Sonntag, 17 Uhr). Eine knackige Aufgabe erwartet die Breisgauer (Platz acht, 9:17 Punkte) am Sonntag. Die heimstarke SG (Platz sechs, 15:11 Punkte) setzt auf ihre Qualitäten im Bereich Tempohandball, kann auch in der Defensivarbeit mit diversen Varianten für Verwirrung beim Gegner sorgen. Vor der Weihnachtspause wurde klar in Meißenheim gewonnen. Die Gäste warten dagegen seit vier Begegnungen auf einen Sieg, im nunmehr eng zusammen klebenden Kellerbereich der Tabelle kann man sich nicht auf Fehler und Ausrutscher der Konkurrenz verlassen.

Leistungsträger kommen zurück

Eigene Erfolgserlebnisse der schnellen Art sind gefragt. Trainer Mirko Reith kann bei diesem Unterfangen jetzt auf zwei in der Hinrunde nicht zur Verfügung gestandene Alternativen zurückgreifen. Auch von Oliver Bührer und Niklas Pommeranz erhofft man sich gewinnbringende Treffer und Abwehraktionen, trotz des Schwierigkeitsgrads am Sonntag sollte zumindest eine achtbare Leistung zum Start ins neue Handballjahr gelingen.

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