Mahlberg In Mahlberg endet das Sanierungsprogramm, in Orschweier beginnt es

Mahlberg (ir). Acht Jahre lang lief das Sanierungsprogramm für die Kernstadt Mahlberg. Insgesamt haben 20 Private und die Stadt die Hilfen von Bund und Land in Anspruch genommen. Die Nachfrage war groß, wiederholt wurde das Programm aufgestockt. Insgesamt wurden knapp 4,4 Millionen Euro Zuschuss gewährt, wie es am Montagabend in der Gemeinderatssitzung hieß.

In dieser setzten die Stadträte mit dem Aufhebungsbeschluss den formalen Schlusspunkt des Programms, das durchaus eine Erfolgsgeschichte genannt werden kann. Profitiert hat die Stadt bei der Umsetzung großer Vorhaben. So bei der Modernisierung des Rathauses I und dem Kauf des früheren Volksbankgebäudes auf der gegenüberliegenden Seite des Rathausplatzes inklusive dessen Umbau zum Rathaus II (Bürgerbüro) im Erdgeschoss und zu städtischen Wohnungen. Weitere Punkte sind die Neugestaltung der Küfergasse und des Seewegs bis zur Kreuzung Sportplatzstraße und der Kauf der ehemaligen Fabrikantenvilla, die zu einem neuen Bürgerzentrum umgebaut wurde. 20 Private – vor allem in der Karl-Kromer-Straße, Stauferstraße, Bromergasse und Unterburg-/Eisenbahnstraße – haben für Abbruch (drei) und Bauvorhaben (17) Zuschüsse erhalten. Kämmerer Frank Zeller nannte etwa den Umbau der ehemaligen Knopffabrik Novak in der Bromergasse zu Wohnzwecken und das Gasthof Sonne am Rathausplatz als Beispiel.

Die Nachfrage war groß. Zu den 2010 bewilligten 1,6 Millionen Euro wurden im Lauf der Jahre weitere Zuschüsse bis zur oben genannte Summe bewilligt. Die 4,4 Millionen Euro Kosten teilen sich Bund mit knapp 1,5 Millionen Euro, das Land mit knapp 1,8 Millionen Euro und die Stadt mit knapp 1,8 Millionen Euro. Es war für Mahlbergs Kernstadt das zweite Sanierungsprogramm.

Sanierungssatzung für Orschweier ist bereits in Vorbereitung

Nun soll’s in Orschweier weitergehen, der Stadtteil erhielt in diesem Jahr den Bescheid zur Aufnahme in das städtebauliche Sanierungsprogramm. Am Mittwoch, 30. September, ab 19 Uhr steht eine Bürgerinformationsversammlung in der Orschweirer Halle an. Dort informieren Mitarbeiter der Stadtentwicklungsgesellschaft (STEG) und der Verwaltung über die /Bestandsaufnahme Orschweiers und die im Gange befindlichen vorbereitenden Untersuchungen. Weiterer Punkt ist die Erläuterung, für welchen Vorhaben Zuschuss gewährt werden kann, zudem wird ein erster Entwurf des Geltungsbereichs vorgestellt. Im Anschluss werden Bürger schriftlich befragt, ob sie Interesse an einer Teilnahme haben. Träger öffentlicher Belange und Institutionen wurden schon vorab um eine Stellungnahme gebeten, wie Kämmerer Zeller sagte. Die Sanierungssatzung ist in Vorbereitung, sie soll im Frühjahr 2021 als solche beschlossen werden. Dann wird auch der Geltungsbereich per Gemeinderatsbeschluss festgezurrt.

Wegen Corona ist die Zahl der Plätze bei der Bürgerinformation begrenzt, es wird um schriftliche Anmeldung per E-Mail an stadt@mahlberg.de gebeten.

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