Kappel-Grafenhausen Technischer Ausschuss: Materialwahl für die neue Kita

Holz dominiert: So könnten die neue Kita in Kappel (Ostansicht, unten) und die Schule in Grafenhausen (Mensa) einmal aussehen. Foto: Grafiken: Gemeinde

Kappel-Grafenhausen - Der Technische Ausschuss des Gemeinderats von Kappel-Grafenhausen startete seine Sitzung am Montag mit einem Vorort-Termin in der Ferdinand- Ruska-Schule. Auf der Agenda stand die Materialwahl für die geplanten Um- und Anbauten.

Genau gesagt ging es um das Material, mit dem die Fassaden gestaltet werden sollen, sowohl für den neuen Lehrerbereich samt Mensa als auch der künftigen Kindertagesstätte neben der Kappeler Halle. Außerdem ging es bei beiden Objekten um die Wahl der Fenster. Die Entscheidungen mussten jetzt fallen, weil es nach eingereichtem Bauantrag nun in mehreren Schritten an die detaillierte Ausführungsplanung geht.

Architekt Günter Erny stellte die Varianten vor. Die Schul- und Kita-Fassaden könnten entweder kunststofffrei mit "vorvergrautem" Holz ohne Anstrich verkleidet werden, wie bislang vorgeplant, für die Schule und die Kita (Kosten von jeweils 87 000 Euro). Oder aber, wie es die Bauverwaltung angeregt hatte, mit Plattenwerkstoff auf Steinwollbasis mit Mehrkosten gegenüber der Holzvariante von 39 000 Euro (Schule) und 24 000 Euro (Kita).

Kunststoff-Fenster ausgeschlossen

Weitere Alternative: Ein Putz, etwa in "Besenstrichoptik" im Wärmedämmverbundsystem. Dessen Vorteil sind Minderkosten im Vergleich zur Holzvariante von immerhin 14 000 und 23 000 Euro. Doch dann wäre die Holzbauweise nicht mehr sichtbar.

Nach Detailfragen zur Holzsorten und deren Haltbarkeiten schloss der Ausschuss erst mal mit breiten Mehrheiten die Platten- und Putzvarianten aus, um sich schließlich bei Schule und Kita mit sechs Stimmen bei je einer Gegenstimme und Enthaltung für das Holz zu entscheiden. Bei künftigen Fenstern wurde eine Kunststoffvariante gleich ausgeschlossen, weil die laut Erny für die geplanten Größen nicht geeignet seien.

Blieb noch die Frage, ob man auf Holz-Aluminiumfenster mit Mehrkosten von 46 000 Euro zurückgreift. Doch das lehnten die Räte bei einer Enthaltung ab. Denn: An wetterkritischen Bereichen sind schon spezielle Schutzmaßnahmen eingeplant. Darum bleibt es auch da bei reinen Holzfenstern.

Schließlich ging es noch um ein Farbkonzept. Dazu beschloss der Ausschuss mit breiter Mehrheit, alleinentscheidend eingebunden zu werden. Wünsche von Schule und Kita-Träger würden natürlich einfließen.

Zudem vergaben die Ratsmitglieder am Montag noch den Auftrag für die Blitzschutzanlage der Kita. Die wird von der Freiburger Firma Hassler für knapp 17 000 Euro installiert.

Baubeginn für beide Vorhaben soll Anfang kommenden Jahres sein.

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