Kappel-Grafenhausen Die Kappler wissen zu feiern

Es dauerte ein bisschen, aber irgendwann brachte Bürgermeister Jochen Paleit (links) mithilfe der Vereinsvorsitzenden den Gerstensaft zum Fließen. Foto: Decoux-Kone Foto: Lahrer Zeitung

Wenn die Vereinschefs gemeinsam mit der Musikkapelle marschieren, ist Kappler Dorffest – am Wochenende war bereits die 32. Auflage. Die Eröffnung oblag Bürgermeister Jochen Paleit, der frei nach John F. Kennedy bekannte: "Ich bin Kappler."

 

Kappel. Selbst nach ersten 36 Schlägen auf den Zapfhahn wollte das Freibier noch nicht recht fließen, doch als das Dichtungsring dann richtig saß, konnte doch noch ausgeschenkt werden. Nach den Ehrungen für die Kappler Lebensretter (wir berichteten) stimmte die Kapelle mit Josef Loosmanns Stellvertreterin Angela Pace am Dirigentenstab schließlich auch noch das unverzichtbare Badnerlied an. Der Auftakt für eine zünftige Feier.

Das Wetter spielt mit, die Gäste strömen

Schon zu früher Stunde füllte sich am Freitag das schattenspendende Großzelt bei bestem Sommerwetter. Erst kürzlich war der früher uneben gewordene Festplatz neu befestigt worden. Eine Maßnahme, die sich beim Andrang am Wochenende bewähren sollte. Am Abend war dann "volle Bude" angesagt, denn dazu gab’s Live-Musik von "Hans und seinen Oldies" mit Hits aus den 1960er, 70er- und 80er-Jahren. Tanzen ausdrücklich erwünscht. Das taten nicht nur Kappler und Grafenhausener, sondern viele auswärtige Gäste.

Der Samstag verlief nachmittags nicht minder anziehend. Für Kinder und Jugendliche gab’s zur Freude – und Entspannung – der Eltern ein gefragtes Programm mit dem Kindermobil vom Jugendzentrum samt Angel- und Wurfstand nebst Kinderschminken.

Abends spielte für die Erwachsenen die Bötzinger Band "Gipfelstürmer" mit Partyhits, Alpenrock und Tanzmusik-Klassikern auf. Es sollte eine recht lange Festnacht werden.

Derweil hatten vier örtliche Vereine und zwei Gastronomiebetriebe mit Hunderten Helfern in mehreren Schichten gehörig damit zu tun, die Dorffest-Besucher nicht nur mit Getränken zu versorgen, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten für badische und andere Geschmäcker auf die Teller zu bringen.

Am abschließenden Sonntag lohnte sich der Einsatz der Helferschar ebenfalls. Zum Frühschoppen spielte die heimische Musikkapelle auf, sogleich liefen Bräter, Herde, Pfannen und Grills in den vier Küchen erneut heiß. Während Kinder wiederum mit dem Juze-Spielmobil beschäftigt waren, sorgten nachmittags die Altdorfer Stockmusikanten für weitere Ohrenschmäuse.

Für die Vereinsgemeinschaft zog Dietmar Andlauer ein erstes Fazit: "Einfach toll war’s, und das Wetter hat auch mitgemacht." Das dürften später auch die Schatzmeister feststellen. Doch erst mal muss heute das schon am Montag ausgeräumte Großzelt mit abermals vielen Vereinshelfern abgebaut werden.

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