Kappel-Grafenhausen Baubeginn für Kappler Pflegeheim rückt näher

Kappel-Grafenhausen (mm). Zahlreiche Bauthemen haben die jüngste Sitzung des Kappel-Grafenhausener Gemeinderats dominiert. Ein weiteres Mal befasste sich das Gremium mit dem vorgesehenen neuen Bebauungsplan "Pflegeheim Kappel". Das will der im Saarland ansässige Schwesternverband bauen und betreiben (wir berichteten).

 

Nun legte Heinz Neumann von der planenden Kappis- Kopf-Gruppe nach früheren kritischen Anmerkungen zur Grundwassersituation und Zuwegung einen entsprechend überarbeiteten Entwurf vor. Demnach ist der Weg verlagert und das Entwässerungskonzept, wie Ralph Liebold vom Freiburger Firma Ingenieurbüro Unger erläuterte, erweitert worden. Nach zahlreichen Rückfragen zeigte sich der Gemeinderat schließlich zufrieden.

Keine Ferienwohnungen im "Großoberfeld I"

Einstimmig beschloss er, den neuen, ergänzten Entwurf des Bebauungsplans zu billigen und nun in seiner Endfassung öffentlich auszulegen. So bald wie rechtlich möglich soll mit dem Bau des Pflegeheims begonnen werden, der schon Ende 2017 mit einem Aufstellungsbeschluss eingeleitet worden war.

Nicht so zügig wird es mit den Straßen- und Kanalsanierungen an der Leonard-Linkow-Straße voranschreiten. Dazu berichtete Liebold, dass ursprüngliche Kostenschätzungen von bis zu 172 000 Euro überholt seien, da entsprechende Baufirmen ausgelastet seien und deshalb wesentlich höhere Preise verlangten. Die sind im aktuellen Gemeindehaushalt nicht vorgesehen. Deshalb folgte der Gemeinderat Liebolds Vorschlag, die Ausschreibung mindestens bis zum nächsten Jahr zu verschieben, auf dass die preistreibende Hochkonjunktur bis dahin nachgelassen habe.

Formsache war hingegen die Aufstellung des geänderten Bebauungsplans "Großoberfeld I" samt Veränderungssperre. Das ehemalige Kleinsiedlungsgebiet hat sich längst zu einem reinen Wohngebiet entwickelt, dem will die Gemeinde nun Rechnung tragen. Damit sollen nicht zuletzt neue Ferienwohnungen verhindert werden, aber auch Gartenbaubetriebe sowie Tankstellen.

Für die beschlossene Erschließung des Gewerbegebiets "Kleinoberfeld III" beauftragte der Gemeinderat das Bruchsaler Büro Bresch mit dem Umweltbericht, das Freiburger Büro Unger mit der Erschließungsplanung, die Endinger Firma Klipfel und Lenhard Consult sowie die Günzburger Firma Terrasond mit den Baugrunduntersuchungen. Letztere wäre auch für eine eventuelle Kampfmittelbeseitigung zuständig.

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