Ichenheim Veranstaltung: Einblicke in den Alltag der Tierretter

Ichenheim - Die Ichenheimer Tierretter werden am Wochenende ihre Tore öffnen: Den Besuchern soll vor allem gezeigt werden, dass hinter der Rettung von Tieren weitaus mehr steckt, als dem Vierbeiner Streicheleinheiten zu schenken.

Insgesamt 150 Tiere sind bei der Tierhilfs- und Rettungsorganisation untergebracht. Ihnen allen ist vor ihrer Ankunft in Ichenheim Schreckliches widerfahren: Sie wurden ausgesetzt, nicht artgerecht gehalten oder gar gequält. Bei den Tierrettern, Monika Ehrlacher und Karlheinz Meier, durften sie ein neues Leben beginnen und werden dort , bis zu ihrem Lebensende bleiben. Dass Ehrlacher ihr ganzes Herz in die Tiere steckt, wird bei einem Rundgang über die Anlage deutlich: Jede einzelne Geschichte jedes Tieres kann sie bis ins kleinste Detail wiedergeben – und diese will sie auch am kommenden Wochenende, 25. und 26. Mai., den Besuchern erzählen.

Keine Pause: Auch am Wochenende wird Tieren geholfen

"Wir wollen den Menschen ein Stück unserer Arbeit vor Augen führen und ihnen zeigen, dass weitaus mehr dahinter steckt, als die Tiere aus misslichen Situationen zu befreien und dann Streicheleinheiten zu schenken", sagte Ehrlacher. Auch wolle sie dabei auf den Kostenfaktor aufmerksam machen. Ohne Mitgliedsbeiträge und ohne Spenden sei es nicht machbar den Tieren das zu geben, was sie brauchen: Futter, Gesundheitschecks und Pflege. "Viele rufen uns in Notfällen an oder bringen uns die hilfsbedürftigen Tiere vorbei. Dass wir mit der Aufnahme des Tieres aber auch eine Menge Geld in Kauf nehmen, das uns das Tier kosten wird, wollen die wenigsten wissen." Mit einer Spende, einer Patenschaft oder ehrenamtlicher Unterstützung wäre der Organisation geholfen.

Neben den 150 "Dauer-Bewohnern" kommen zahlreiche Fundtiere hinzu, die vor allem im Frühling bei der THRO abgegeben werden. "Derzeit sind es wieder besonders viele Wildtier-Babys", sagte Ehrlacher. Von jungen Füchsen über Mader, Eichhörnchen, Enten, Eulen, Hasen bis hin zu einem Rabenbaby. "Auch diese Tiere müssen vom Tierarzt untersucht und letztlich ausgewildert werden", so die Expertin. Von Lörrach bis Rastatt sind die Tierretter unterwegs und das rund um die Uhr. "Urlaub gibt es bei Meier und mir nicht, dafür sind uns die Tiere zu wichtig", sagte Ehrlacher. Auch am kommenden Wochenende machen sie keine Ausnahme: "Auch da kann es zu Einsätzen kommen."

Ichenheimer suchen eine tiermedizinische Fachangestellte

Derzeit sind auf dem Gnadenhof sieben Pfleger beschäftigt, "eine tiermedizinische Fachangestellte wäre in unserem Team noch willkommen. Vielleicht haben wir ja Glück und ein Besucher mit diesem Beruf könnte sich vorstellen, hier zu arbeiten", sagte Ehrlacher voller Hoffnung.

Mit dem Wochenende wünsche sich Ehrlacher, die Menschen weiter zu sebsibilisieren: "Nur gemeinsam kann Tierschutz gelingen, nur gemeinsam sind wir stark."

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