Friesenheim Zum letzten Mal zum "Emmaus" ausgerückt

Jeder Handgriff sitzt: Eine verletzte Person wurde von der Feuerwehr Abteilung Oberweier gerettet. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Oberweier (cbs). Zum Glück musste die Feuerwehr Abteilung Oberweier in den vergangenen Jahrzehnten nur wegen eines defekten Brandmeldealarms in die Pflegeeinrichtung "Emmaus" ausgerücken, zum Glück ist niemand in den vergangenen 40 Jahren zu Schaden gekommen. Endgültig verabschiedete sich die Feuerwehr Abteilung Oberweier mit einer reibungslosen Herbstübung nun vom alten "Emmaus"-Gebäude. Seit die Bewohner in ihr neues Domizil im hinteren Neubau eingezogen sind, stand das alte "Emmaus" vor allem den Hilfskräften der Feuerwehren für Brandschutzübungen zur Verfügung. Bis Ende des Jahres soll jedoch der Rückbau erfolgen.

Der Feueralarm ging am Samstagabend um 18 Uhr runter. Nachbarn und die Bevölkerung hatten sich um das alte Seniorenheim versammelt. Übungsannahme war ein Fettbrand auf dem Herd in der Großküche. Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde schnell klar, dass ein Deckel auf den Kochtopf gelegt wurde, der den Fettbrand eingedämmt hatte. Unter Einsatz von Strahlrohren wurden weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Gruppenführer Marcel Rottler hat sich das Übungsszenario ausgedacht und mit wachsamem Auge den Einsatz seiner Kameraden beobachtet. Ausgerückt ist die Abteilung mit ihrem "Löschfahrzeug 10" sowie ihrem alten Fahrzeug. Im Normalfall wären die Kameraden der Abteilungen Friesenheim und Heiligenzell hinzugerufen worden. Außerdem werde bei jedem Alarm am "Emmaus" auch die Drehleiter aus Lahr angefordert. Normalerweise lege die Feuerwehr Oberweier lediglich die Wasserversorgung in den Übungsobjekten. Aber im "Emmaus" war eine Ausnahme erlaubt und zwei Mal durfte auch mit Wasser kurz gelöscht werden.

Atemschutzträger bargen zudem eine verletzte Person. Deutlich erkennbar am Einsatz war die ruhige und überlegte Handlungsweise der Männer. Erst im vergangenen Monat war das alte "Emmaus" Übungsobjekt für einen Ausbildungssamstag. Sicher und souverän sind die Männer vorgegangen, was auch Michael Göbbels, zweiter stellvertretender Kommandant, bemerkte. "Die Übung hat mir sehr gut gefallen, ihr habt Hand in Hand gearbeitet", so Göbbels.

Die Bürgermeisterstellvertreterin, Charlotte Schubnell, dankte der Abteilung auch im Namen von Heimleiterin Claudia Collet für die zahlreichen Einsätze im Zusammenhang mit Fehlalarmen. Sie zitierte aus der Einladung formuliert von Abteilungskommandant Klaus Beiser: "Als Feuerwehrmann hat man ein besonderes Verhältnis zu Brandmeldeanlagen. Entweder wird es bei einer Alarmierung richtig ernst oder man betritt eines der großen Objekte Friesenheims nur, um die Anlage nach Fehlalarmen eines Melders zurückzusetzen." Zum "Emmaus" rückte die Abteilung häufig aus. Empfangen wurden sie in der Regel mit einem "Gruß aus der Küche", mehr Dampf als Rauch. "Die Abteilung ist immer sehr gern gekommen und ist auf jeder Anfahrt für den Ernstfall gerüstet", erklärt Beiser. Auch Ortsvorsteher Andreas Bix dankte der Abteilung, die die Oberweierer ruhig schlafen lasse.

Die Feuerwehr Abteilung Oberweier trifft sich alle zwei Wochen, immer samstags um 18 Uhr am Feuerwehrhaus in Oberweier. Die nächste Feuerwehrprobe ist am 26. Oktober unter der Leitung von Simon Beiser. Neueinsteiger sind willkommen.

  • Bewertung
    0