Friesenheim Friesenheimer Narren toben im Takt

Friesenheim - Lautstark und ganz schön schräg hat das Friesenheimer Narrenvolk das 22. Guggefescht der Driewili Stampfer in der Sternenberghalle gefeiert. Erklärtes Motto des Abends war, Spaß und gute Laune bis zum Abwinken zu haben.

Mit ihrem 22. Guggefescht haben die knapp 50 Musiker der Driewili Stampfer mittlerweile Kultstatus erreicht. Kaum waren Schlagwerk und Bläser zu hören, tobte das Narrenvolk im Takt.

Bis heute verzichten die Driewili Stampfer in ihrer Einladung auf ein Motto. Einzige Vorgabe an die Gäste ist die Pflicht zur Kostümierung. Wer verkleidet kommt, erfüllt die Vorgabe der guten Laune. Das ist nicht nur umsetzbar, sondern ganz schön wirkungsvoll. So waren beim Guggefescht allerlei fantastische Figuren und Gestalten zu bestaunen: Betschwestern mit Mönchen lieferten sich mit Cowboys und Elfen ein Stelldichein. Fräulein Blau sah sich dem Trend von Flower Power gegenüber. Nur den sieben Zwergen fehlte ein Schneewittchen. Dafür zeigten sich zauberhafte Elfen als Vertretung. Egal, ob Verbrecher, Prinzessinnen, Bären und Bienen, das Narrenvolk wusste zu feiern. Der Saal tobte, das Narrenvolk hüpfte und tanzte von Anbeginn auf den Bänken.

Mehr als 50 Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf

Zum Stimmungsbarometer trugen mehr als 50 Hilfskräfte bei. Karsten Müller, Vorsitzender der Driewili Stampfer, zeigte bei der Moderation gegenüber seiner Stimme keine Gnade. Die Leidenschaft, mit der er ins Mikrofon brüllt, weiß Dirigent Bernhard Hertweck, von allen nur Bene genannt, in den einzigartigen und unverwechselbaren Gugge-Groove zu kanalisieren. Seit 26 Jahren, seit Gründung der Band, ist er der musikalische Chef der Driewili Stampfer. Alles hört auf sein Kommando. Das Repertoire wird auf kurze Ansage und Mimik abgerufen.

Die Lust auf das Guggefescht stand den Gästen ins Gesicht geschrieben. Entsprechend entfaltete sich eine Atmosphäre, bei der die Fasnacht in fröhlicher Reinform gefeiert wurde.

Knapp eine Stunde rockten die Driewili Stampfer selbst die Bühne, bis sie den Weg frei machten für Gruppen wie die Eckwaldpuper, Roli-Guggres aus Laufenburg, die Erzknappen aus Tennenbronn, die Moore-Bätscher aus Kippenheim oder Sälle 15 aus Hardt. Das Barometer des 22. Guggefeschts blieb im Bereich der guten Laune. "So lange der Hausmeister einen normalen Puls zeigt, d’Weckli reiche, d’Wurst schmeckt ist alles im grünen Bereich", verkündete Vorsitzender Müller ausgelassen. Hausmeister Martin Sahr bekam an diesem Abend einen großen Applaus als Dank für seinen Einsatz.

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