Fast am Ziel Altenheim spielt schon fast wie ein Meister

Throsten Mühl
War in Helmlingen nicht zu stoppen: der 15-fache Altenheimer Torschütze Lukas Glunk Foto: Wendling

Der TuS Altenheim hat auch das Südbadenliga-Spitzenspiel gegen Helmlingen gewonnen und ist auf dem Weg zum Meistertitel kaum noch aufzuhalten.

(tom). Südbadenliga, Meisterrunde: TuS Helmlingen – TuS Altenheim 29:33 (9:12). Unaufhaltsam nähert sich Altenheim Meisterschaft und Aufstieg. Auch im gestrigen Spitzenspiel ließen sich die Gäste aus dem Ried nicht stoppen. Die erste Viertelstunde gestaltete sich bis zum 6:6 (15.) absolut ebenbürtig, wobei sich früh abzeichnete, dass die Unparteiischen beiden Teams Probleme bereiteten. "In der ersten Hälfte war die Linie unangemessen kleinlich. Ich fand das überzogen, weil bei nahezu jedem Körperkontakt Zeitstrafen verhängt wurden. Dafür wurde dann in der zweiten Hälfte praktisch nichts mehr gegeben, weil ansonsten wohl einige Platzverweise auf beiden Seiten die Folge gewesen wären. In einem Spitzenspiel erwarte ich da schon etwas mehr Fingerspitzengefühl", so Gästetrainer Stefan Bayer.

Zwei Faktoren führten dazu, dass sich der Primus zum Ende der ersten Hälfte besser in Szene setzen konnte. Zum einen grub die Abwehr einige Helmlinger Angriffe gekonnt weg. Zum anderen trat Lukas Glunk wiederholt in Erscheinung. "Er hat aus den unmöglichsten Winkeln abgezogen – und die Bälle waren mit unglaublicher Sicherheit drin. Normalerweise stellt es einem als Trainer angesichts solcher Abschlüsse die Nackenhaare. Aber so habe ich das natürlich gerne registriert", lachte Bayer nach dem Spiel.

Im Flow denkt der TuS nicht an die Niederlage

Aus der Pause kam Altenheim ohne Bruch zurück, schien beim 10:15 (34.) bereits frühzeitig die Vorteile auf seine Seite ziehen zu können. Doch Helmlingen war noch längst nicht abgeschrieben. Bis zum 19:23 (45.) schien die Partie klar in Altenheimer Hand, ehe Helmlingen zur Schlussoffensive blies. "Das ist eine starke Mannschaft, sie hatten mehr Alternativen im Rückraum zur Verfügung als wir und haben daraus Vorteile gezogen. Nicht zu vergessen ihr mörderisch hohes Tempo in Hälfte zwei", hob Stefan Bayer hervor. Beim 27:28 (57.) waren die Gastgeber dran, "dennoch waren wir immer in der Lage, gut abzuwehren und sofort einen Treffer nachzulegen. Wir sind gerade im Flow, da denkst du nicht übers Verlieren nach", unterstrich Bayer.

Die Schlussminuten eines Spiels mit offenem Visier gehörte wieder Meisterschaftskandidat Nummer eins, der am Ende sicher gewann. "Die nächste harte Hürde ist erfolgreich gemeistert", so Bayer augenzwinkernd und betonte vor allem das letzte Wort.TuS: Wilhelm, Schäfer; Sutter 4, Teufel, Kugler 1, Schilling 4, Kircher, Gieringer 2, Glunk 15, Heitz 7/2, Biegert, Schnaitter, Michel, Ammel.

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