Ettenheim Vorfestliche Stimmung zwischen 110 Ständen

Ettenheim (mm). Trotz Nieselregens herrschte am Freitagabend heftiger Besucherbetrieb. Mehrere tausend Menschen ließen sich nicht davon abhalten, beim Weihnachtsmarkt durch die Straßen der Altstadt zu flanieren und vorfestliche Atmosphäre zu genießen. Offiziell eröffnete Thomas Breyer-Mayländer für die "Werbegemeinschaft Unternehmen Ettenheim" als Veranstalter das vorweihnachtliche Spektakel vor dem Palais Rohan, fest-musikalisch unterstützt von S imone Hillenbrands jungen Geigenschülern. Breyer-Mayländer dankte vorab sämtlichen 110 Buden- und Standbetreibern, von Vereinen über Gruppen, Einrichtungen, lokalen Gewerbetreibenden bis zu Einzelpersonen. Die hatten schon vormittags trotz strömendem Dauerwolkenbruch ihre Stände mit unbeirrtem Optimismus aufgebaut. Bürgermeister Bruno Metz schloss sich den Dankesworten an.

Pfarrerin Severine Plöse warb für einen Kuchenstand der Klasse 9a des August-Ruf-Bildungszentrums. Der Erlös ihrer Selbstback-Aktion wird später von den beiden Kirchengemeinden an Familien weiter geleitet, "die etwas knapp dran sind". Dann verteilte der Nikolaus, von nahezu hundert Kindern sehnlichst erwartet, heiß begehrte Weckmänner. Wer sich hinter dem Nikolaus schon seit langen Jahren verbirgt? Dahinter lacht es: "Ich bleibe anonym, wegen des Datenschutzes!"

Nicht nur der große Weihnachtsbaum vor dem Rathaus samt städtischem Straßen- Lichterschmuck trugen zum Markt-Geschehen stimmungsvoll bei. Auch die Stände boten alles, was das Weihnachts-Herz begehrt: Ob Trocken- und Seidenblumen, hölzerner Weihnachtsschmuck, gläserne Deko und viele weitere Geschenk-Ideen, bis hin zu Hosengürteln oder Kleidung, Gewürzen, Ölen, Honig und natürlich weihnachts-klassisch Äpfel und Orangen. Auch wurden auf der Markt-Laufstrecke wärmender Kinderpunsch, Glühwein und andere Getränke ausgeschenkt. Zur leiblichen Stärkung boten sich unter anderem Schupfnudeln, Frühlingsrollen und Würstchen an. Bei den Kindern beliebt waren Waffeln, Zuckerwatte und Bonbons.

Viele Eltern schnauften mit ihrem Nachwuchs im Prinzengarten vom Markt-Gassentrubel aus. Dort hatte der Freundeskreis neben illuminiertem Weihnachtsbaum-Wald und großem Lebkuchen-Knusperhäuschen ebenfalls für Bewirtung gesorgt. Dort besetzten auch erwartungsvolle Kinder sämtliche Bänke zu mehreren Abend-Vorstellungen der Villinger Puppenbühne. Dahinter steckten Gabi und Dieter Sirr. Sie sorgten für traditionellen Kasperle-Spaß. Dieter Sirr, zwischendurch auch als Zauberer Pfiffikus auftretend, stellte anschließend erneut fest: "Sogar ältere Kinder machen immer noch leidenschaftlich beim Kasperl mit!" Und das trotz moderner elektronischer Unterhaltungsangebote.

  • Bewertung
    4