Ettenheim "Das war’s – und gut war’s"

Letzte Ehrungen beim Kirchenchor (von links): Vorsitzende Heide Gruber, Kassenwart Siegfried Bär, Helena Reinbold, Dirigent Martin Obergföll, Erika Amann, Herbert Amann, Barbara Baumann, Herbert Reinbold und Günter Baumann Foto: Hiller

Ein rundum gelungener Abschluss: Schier nicht enden wollender Applaus in der prall gefüllten Kirche St. Landelin ist die aussagekräftigste Würdigung des Kirchenchors Ettenheimmünster mit seinem Leiter Martin Obergföll gewesen.

Ettenheimmünster. Zum Hochamt des Landelinsfests hatten Chor, Solisten und In­strumentalisten mit Haydns "Missa in honorem Sancti Nicolai", mit dem "Diem sanctum celebrate" von Pater Ildefons Haas und dem "Halleluja" aus Händels Messias noch einmal eindrucksvoll die hohe Qualität des Ensembles unter Beweis gestellt. Bedauerlicherweise zum letzten Mal. Der Chor beendete mit dem "Auf immer und ewig, Halleluja" diese Form des Lobpreises Gottes.

Stadtpfarrer Martin Kalt als Zelebrant des Festgottesdiensts würdigte nach der Kommunion das dreieinhalb Jahrzehnte lange segensreiche Wirken der Chormitglieder und Instrumentalisten, namentlich von Chorleiter Obergföll und der Vorsitzenden Heide Gruber. Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen habe der Kirchenchor Hochfeste wie Weihnachten, Ostern oder das Landelinsfest bereichert. "Vergiss nicht, was er dir Gutes getan", zitierte Kalt die Zeile eines Psalms und gab damit sein persönliches "Vergelt’s Gott" nach oben weiter. Rosen für alle beteiligten Sänger sowie das gesamte Orchester waren ein sichtbares Dankeschön der Pfarrgemeinde, dem Duo Obergföll/Gruber überreichte er "ein flüssiges Instrument": eine Bassgeige aus dem Kaiserstuhl.

Nach dem letzten Auftritt trafen sich Chor, Solisten und Instrumentalisten zum internen Chorabschlussfest im Pfarrheim in Münchweier. Gruber als Vorsitzende blickte noch einmal dankbar auf die allzeit "unterstützende und anregende Mitarbeit" der Chormitglieder in allen Bereichen des Miteinanders zurück. Chorleiter Obergföll bezeichnete Gruber als "Turbo und unermüdlichen Motivator" und attestierte ihm organisatorische Dynamik sowie Geduld und Ausdauer bei der Probenarbeit. Er habe den Chor, den Gruber als "eine Art Familie" bezeichnete, allzeit zu begeistern verstanden. Hoher Anspruch ans Musikalische sei Obergfölls unverwechselbares "Markenzeichen" genauso gewesen wie die Pflege von Geselligkeit. Die Übergabe eines Dankeschön-Umschlags wurde von anhaltendem Beifall für den Chorleiter begleitet.

"Das war’s – und gut war’s", befand die Vorsitzende in ihrem Schlusswort gerührt, wobei man in den Reihen des Chors beobachtete, wie da und dort verstohlen eine Träne weggewischt wurde.

INFO

Viele Jahre in Verantwortung

> 50 Jahre: Barbara Baumann

> 25 Jahre: Erika und Herbert Amann, Helene Reinbold und Günther Baumann

> Verdiente Vorstandsmitglieder: Heide Gruber, Siegfried Bär, Herbert Reinbold, Martin Obergföll und Günther Baumann

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