Zweisprachige Sonderausgabe Kinderbote erscheint auf Ukrainisch und Deutsch

Lahrer Zeitung

Hier stehen die Jüngsten im Mittelpunkt: Die Lahrer Zeitung hat mit Unterstützung der Stadt Lahr eine Sonderausgabe des Kinderboten aufgelegt. Er soll ukrainischen Mädchen und Jungen die Integration erleichtern.

Lahr und Region - Unter den Flüchtlingen aus der Ukraine sind viele Familien – vor allem Mütter mit ihren Kindern sind auch in die Ortenau gekommen. Deutschland ist für sie fremd, sie kennen sich nicht aus, wissen nicht, wie das Schulsystem funktioniert. Zugleich wollen deutsche Kinder genauer wissen, was in der Ukraine passiert.

Darum erscheint nun eine Sonderausgabe des Schwarzwälder Kinderboten, die sich an ukrainische und deutsche Kinder richtet. Das 24-seitige Heft lässt sich von zwei Seiten lesen: Im ukrainischen Teil lernen die jungen Leserinnen und Leser Deutschland und Baden-Württemberg kennen. Wer hat in der Politik das Sagen? Was sind berühmte Sehenswürdigkeiten? Und was essen die Menschen besonders gerne? Auch unser Schulsystem wird erklärt.

Sonderheft auf Ukrainisch und Deutsch

In der deutschen Hälfte erfahren Kinder einiges über die Ukraine: von der Nationalpflanze (die Sonnenblume) über die besondere Schrift (Kyrillisch) bis zum Brauch der Pysanky (mit Wachs verzierte Ostereier). Auch die Hintergründe des Kriegs, von der Sowjetunion über den Warschauer Pakt und die Nato, werden kindgerecht erklärt.

Die Sonderausgabe soll informieren und Spaß machen: So gibt es Rätsel auf Deutsch und Ukrainisch sowie Ausmalbilder mit Pinguin Paul, dem Kinderbote-Maskottchen. Und damit sich Mädchen und Jungen beider Sprachen – etwa im Unterricht – verständigen können, lernen sie einige Sätze und Wörter der anderen Sprache kennen. Dieses Sonderheft wird an verschiedenen Stellen kostenfrei ausgegeben. An Schulen können sie verteilt und  im Unterricht genutzt werden.

»Angesichts der dramatischen Situation in der Ukraine ist es uns ein besonderes Anliegen, als Zeitungsverlag einen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge aus der Ukraine zu leisten«, sagt Kirsten Wolf, Geschäftsführerin der Lahrer Zeitung. »Die Experten der Kinderredaktion haben mit großem Engagement eine zweisprachige Sonderausgabe des Kinderboten produziert, die zum gemeinsamen Lesen, Spielen und Bearbeiten einlädt. Ziel ist, Kinder und Familien über das liebevoll aufbereitete Sonderheft spielerisch zusammenzubringen, um den Menschen aus der Ukraine das Einleben in der neuen Umgebung zu erleichtern.«

Stadt Lahr unterstützt Projekt

»Wer selbst ein Kind zu Hause hat, will sich gar nicht ausmalen, was der Krieg mit den Mädchen und Jungen macht. Wenn unser Projekt dazu beiträgt, den Schrecken für nur einen Moment aus den Köpfen zu verbannen, hat es sich schon gelohnt«, erklärt Felix Bender, Redaktionsleiter der Lahrer Zeitung.

Unterstützt wird das Sonderheft von der Stadt Lahr, die die Herstellung und den Druck möglich gemacht hat. »Lahr steht in vorbildlicher Weise für ein friedliches und solidarisches, in jeder Hinsicht gewaltfreies Zusammenleben, geprägt von Respekt vor anderen Kulturen und Nationalitäten. Die fast 30-jährige Integrations- und Erfolgsgeschichte der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler ist hierfür ein eindrucksvoller Beleg«, erklärt Oberbürgermeister Markus Ibert. »Vor diesem Hintergrund sind jetzt natürlich auch die Menschen aus der Ukraine – ganz besonders die Kinder – bei uns herzlich willkommen. Dies zeigt nicht zuletzt die bemerkenswerte Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die wir derzeit in Lahr erleben. Mein Dank gilt allen Mitgliedern unserer Stadtgesellschaft, die sich für die Geflüchteten aus der Ukraine mit großem persönlichem Einsatz engagieren.«

So kommt man an die Ausgabe

Einzeln oder für Einrichtungen: Möchten Sie eine Sonderausgabe bestellen, etwa um einem ukrainischen oder einem deutschen Kind eine Freude zu machen, oder haben Kontakte zu einem Verein oder einer Einrichtung, in der ukrainische Kinder untergebracht sind? Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff »Sonderheft« an Kinderbote@ schwarzwaelder-bote.de. Vergessen Sie nicht, eine Adresse anzugeben, und schreiben Sie gerne dazu, wofür Sie die Ausgaben nutzen. Wir verschicken, solange der Vorrat reicht.  

Gratis dazu: Wer unter www.schwabo.de/sonderheft ein Abo der Kinderzeitung bestellt, bekommt ein Exemplar der Sonderausgabe gratis dazu – zusätzlich zu den ersten vier Gratis-Ausgaben.

  • Bewertung
    6