Zwei Siege fehlen noch OFV kann sich einen ersten Matchball erarbeiten

Felix Gieger
Fabio Kinast (rechts) und der OFV haben den Titel in der eigenen Hand und können mit zwei Siegen alles klarmachen. Foto: Künstle

Mit zuletzt drei Siegen in Serie hat sich der Offenburger FV im Titelrennen auf die Pole Position gespielt. Mit einem weiteren Erfolg am heutigen Abend in Radolfzell hätte der Tabellenführer bereits am Samstag den ersten Titel-Matchball.

Verbandsliga: FC Radolfzell – Offenburger FV (Mittwoch, 19 Uhr). Seit Wochen ist die Konstellation an der Tabellenspitze aufgrund von Nachholspielen in Schieflage, an diesem Mittwoch wird sie nun begradigt. Schon vor dem Spiel der Offenburger am Bodensee ist klar: Der OFV bleibt Tabellenführer. Die Frage ist nur, wie groß der Vorsprung nach dem Nachholspiel sein wird.

Denn gewinnen die Gäste, beträgt der Abstand auf Rang zwei fünf Punkte, in diesem Fall kann schon am Samstag die Meisterschaft gesichert werden. "Mit zwei Siegen haben wir es rechnerisch geschafft", weiß auch Trainer Benjamin Pfahler um die komfortable Situation. Denn auf Schützenhilfe ist sein Team nicht mehr angewiesen, sechs Punkte aus drei Spielen würden am Ende Platz eins bedeuten.

Zunächst aber denkt Pfahler "Schritt für Schritt", Radolfzell steht im Fokus. Dass der FC um den Klassenerhalt kämpfen muss, ist für den OFV-Coach einigermaßen unverständlich. "Sie sind sehr gut ausgebildet und spielen eine gute Mischung aus Ballbesitz- und Konterfußball", lobt Pfahler den kommenden Gegner. "Was den Ballbesitz angeht, sind sie noch mal stärker als unser letzter Gegner Weil", sagt er.

Die Ergebnisse des FCR passten zuletzt jedoch nicht, lange wartetet man auf einen Sieg. Offenburg holte dagegen nach der Corona-Zwangspause neun von neun möglichen Punkten, man fahre mit "breiter Brust" zum Nachholspiel, sagt Pfahler.

Einsatz der zuletzt starken U19-Spieler ist noch offen

Etwas Sorgen bereiten ihm jedoch die beiden Faktoren Personal und Belastung. Denn in der zweiten "englischen Wochen" nacheinander wird das Spiel am Mittwochabend auch eine Frage der Kraft. "Das ist eine Aufgabe, die wir lösen müssen", sagt Pfahler.

Ein weiterer Punkt ist die Position der Außenspieler. Mit Dimitrios Tsolakis und Markus Feger waren in Weil zuletzt zwei Spieler auf Außen, die dort normalerweise nicht zum Einsatz kommen. Pfahlers Hoffnung liegt daher auf Luca Kehl, der ins Training zurückgekehrt ist und eine Option werden könnte. "Wir brauchen ihn", sagt der OFV-Trainer. Unklar ist auch noch der Einsatz von Luca Ernst, der umgeknickt ist, Martin Weschle fehlt krankheitsbedingt.

Inwieweit Pfahler in Radolfzell auf A-Jugendspieler, die zuletzt mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machten, bauen kann, ist offen. Denn die OFV-Junioren spielen am Donnerstag im Pokalfinale gegen Bahlingen um den Titel, der auch den Einzug in den Junioren-DFB-Pokal bedeuten würde.

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