Zell am Harmersbach Gerhard Schröder locht in Zell ein

Da ist der Ball gleich im Loch: Gerhard Schröder (rechts) beim Golfen in Zell. Links Dieter Herrenknecht aus Schwanau, in der Mitte Hans-Jörg Vetter von der Herrenknecht AG. Im Hintergrund der Gröbernhof-Turm. Foto: Golfclub Gröbernhof

Zell am Harmersbach - Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (76) erholt sich von langen Sitzungen als Berater und Wirtschaftslobbyist beim Golfen im Kinzigtal. Dort lochte er diese Woche beim Golfclub Gröbernhof ein – und verriet auch einige Geheimnisse.

Ex-Politiker ist im Kinzigtal zu Besuch 

Das Wetter: herrlich sonnig. Der Golfplatz: millimetergenau und perfekt gemäht. Die Stimmung des Altkanzlers: prächtig. So präsentierte sich Gerhard Schröder Anfang diese Woche in Zell am Harmersbach beim dortigen Golfclub Gröbernhof. Es dürfte nicht der letzte Besuch des Ex-Politikers im Kinzigtal gewesen sein, darf man getrost annehmen, wenn man hört, wie wohl sich Schröder dort auf dem Grün fühlte.

Auf den Platz in Zell wurde der Gast durch Dieter Herrenknecht aufmerksam, den Raumausstattermeister aus Schwanau und älteren Bruder von Martin Herrenknecht, den Schwanauer Tunnelbohr-Unternehmer. "Mein Freund Dieter Herrenknecht kennt alle Golfplätze hier in der Gegend und meinte, dies wäre einer der schönsten", berichtet Schröder.

Sie kennen sich aus vielen Treffen bei der Herrenknecht AG, in der der Altkanzler seit drei Jahren im Aufsichtsrat sitzt und mit Martin Herrenknecht zusammen weltweit als Berater, Polit-Kenner und Türöffner unterwegs ist.

In der Schwanauer Zentrale war diese Woche wieder allerhand zu besprechen, doch zwischendurch fanden Dieter Herrenknecht, AG-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Jörg Vetter und Schröder Zeit, in Zell ein paar Golfbälle einzulochen.

Frau bringt Schröder zum Golfsport 

"Unglaublich gut" hat es Schröder auf dem Platz gefallen, lässt er über die Pressefrau des Clubs verlauten. Wenn es nach Berlin und Hannover nicht so weit wäre, würde er am liebsten gleich in den markanten Gröbernhof-Turm ziehen. Luftlinie zum Golfplatz: nur wenige Meter.

Schröder kennt sich auf Golfplätzen in der ganzen Welt aus. Seine Frau So Yeon Kim habe ihn zu dieser Sportart gebracht. Und: "Sie spielt besser als ich. Aber hoffentlich nicht mehr lange", ulkte der Altkanzler in Zell frohgelaunt. Diese Woche war die Gattin allerdings auf dem Golfplatz nicht dabei.

Zu Gast im Lahrer Hotel "Adler" 

Die eigenen Qualitäten des Roten auf dem Grün sind Beobachtern zufolge allerdings auch nicht wirklich schlecht. Guter Durchschnitt, so berichten es Golfpartner.

Enthüllt hat Gerhard Schröder bei seinem Kurzbesuch im Kinzigtal auch, wo er nächtigt und speist, wenn er sich bei der Herrenknecht AG zu Meetings trifft. Im Sterne-Hotel "Adler" in Lahr-Reichenbach bei Familie Fehrenbacher logiere er. Und auch für dieses Haus hat Schröder nur lobende Worte parat. Der Adler sei "ausgezeichnet".

Info: Der Altkanzler 

Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der rot-grünen Koalition. Danach wechselte er als wirtschaftlicher Berater in zahlreiche Unternehmen, vor allem auch in Russland. Das macht ihn heute umstritten. Unternehmer Martin Herrenknecht allerdings schätzt Schröders Unterstützung für Geschäfte in der ganzen Welt.

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