Wolfach Wo die Kugelschreiber herkommen

Wolfach - Wir haben sie ständig in den Fingern und nutzen Kugelschreiber ganz selbstverständlich. Doch wie stellt man sie eigentlich her? Wir laden 20 Leser nächste Woche in die Kugelschreiber-Firma Klio-Eterna in Wolfach ein.

 

Hier schnell einen Gedanken festhalten, da mal rasch eine Nummer notieren: Kugelschreiber gehören zum täglichen Leben für jeden dazu. Wie sehr man die Schreibgeräte braucht, stellt man meist dann fest, wenn gerade keiner zu finden ist und man hektisch die Suche beginnt.

Im Schwarzwald gibt es einen Ort, an dem an fast keiner Stelle Kugelschreiber-Mangel herrscht: Die Firma Klio-Eterna in Wolfach produziert dort seit 1957 die Kunststoff-Schreiberlinge. Die Firma selbst gibt es schon seit dem Jahr 1895. Geschäftsführerin Edeltraud Sylwasschy und ihre rund 120 Mitarbeiter sind also echte Profis in Sachen Kugelschreiber.

Kulis von Klio-Eterna werden zum größten Teil im Wolfacher Werk selbst produziert. Mit aufwendiger Technik, die sich über Jahrzehnte hinweg bewährt hat und ausgereift ist. Jeden Tag stellt das Unternehmen rund 120 000 Schreibgeräte her. Dafür stehen 18 Spritzguss-Maschinen zur Verfügung, zehn Montage-Automaten und rund 30 Druckmaschinen, um die Kulis mit Werbung zu beschriften. Hinzu kommt Handelsware, die weiter veredelt wird. Insgesamt werden pro Tag rund 180 000 Kulis fertiggestellt. Im Jahr verarbeitet Klio-Eterna rund 160 Tonnen Material, vor allem natürlich Kunststoffe.

Die Wolfacher beliefern mit ihren Kugelschreibern rund 2500 Kunden rund um die ganze Welt. "In 65 Länder wird exportiert, jeder vierte Kuli von uns geht ins Ausland", verrät Geschäftsführerin Edeltraud Sylwasschy. Das Unternehmen ist dabei stolz auf verschiedene Auszeichnungen, die es in den vergangenen Jahren für ihre Schreibwerkzeuge gab. Erst voriges Jahr errang Klio-Eterna den "German Design Award".

Kuli ist nicht gleich Kuli. Aus Wolfach gibt es welche schon für 25 Cent das Stück. Das sind einfache Ausführungen, die aber dennoch perfekt schreiben und stabil sein müssen, um nicht gleich den Geist aufzugeben wie mancher Billig-Kuli aus Fernost, der oft gleich beim ersten Griff auseinanderfällt und manchmal gar nicht vernünftig schreibt.

Angeboten werden auch aufwendigere Kugelschreiber, die teils eingebaute USB-Sticks für Daten in sich haben, mit Hochleistungs-Mienen. Es gibt auch Kulis aus Recycling-Matierial und sogar Bio-Modelle aus Pflanzenstärke, die sich in der Natur wieder abbauen. Und natürlich in allen Farben. Aus den Baukästen lassen sich 250 000 verschiedene Varianten zaubern.

Leser unserer Zeitung können in die sonst verschlossenen Werkshallen bei Klio-Eterna schauen. Am kommenden Mittwoch, 22. August, gibt es in unserer Reihe "Schwarzwälder Bote exklusiv" für 20 Leser eine Werksbesichtigung mit Geschäftsführerin Edeltraud Sylwasschy. Beginn ist um 15 Uhr. Die Plätze für die 90-minütige Exklusiv-Tour werden verlost. Die Besucher werden durch die Produktion geführt und können ihre Fragen rund um Kulis den Experten von Klio-Eterna stellen.

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