Wolfach Sozialministerium gibt grünes Licht

Erst im Januar dieses Jahres überreichte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer dem Klinik-Geschäftsführer Heiko Stegelitz einen Förderbescheid über 4,05 Millionen Euro. Archivfoto: Steitz Foto: Schwarzwälder Bote

Der Parkinson-Klinik Ortenau stehen fortan mehr Planbetten zur Verfügung. Das Sozialministerium Stuttgart hat nun grünes Licht für eine Aufstockung gegeben.

Wolfach (red/ms). Der Feststellungsbescheid des Sozialministeriums vom 3. August dieses Jahres wird für Parkinsonpatienten positive Veränderungen mit sich bringen: Ab diesem August ist die Planbettenzahl rückwirkend von bisher 55 auf 61 Schlafplätze erhöht worden. Das teilt die Parkinson-Klinik Ortenau in einer Pressemitteilung mit.

Nachdem die jährliche Auslastung seit 2014 von knapp 87 Prozent auf durchschnittlich 96 Prozent im Jahr 2017 anstieg, konnte das Sozialministerium den zunehmenden Bettenbedarf nachvollziehen. Die Einrichtung am Standort Wolfach beantragte ursprünglich zehn Betten – genehmigt wurden nun sechs.

Geschäftsführer und Eigentümer Heiko Stegelitz informierte die mehr als 100-köpfige Belegschaft (siehe Infokasten) während eines feierlichen Empfangs über die Neuigkeit. Stegelitz brachte dabei seine Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern zum Ausdruck. "Der Erhöhungsantrag beziehungsweise die hohe Auslastung ist auf den unermüdlichen Einsatz und die gute Zusammenarbeit der Mitarbeiter zurückzuführen", unterstrich Stegelitz.

Auch Chefarzt Wolfgang Jost betonte, dass "ein großer Schritt in Richtung Zukunft getan" worden sei, weil sich die Krankenhauslandschaft in Baden-Württemberg gerade verändere und sich das Zugeständnis von weiteren sechs Betten durch das Sozialministerium als positives Zeichen für den Bestand der Parkinson-Klinik bewerten lasse.

Und es gibt noch weitere Expansionspläne: Damit dem wachsenden Bedarf an Einbettzimmern Rechnung getragen und die aktuelle Wartezeit von circa drei Monaten deutlich reduziert werden kann, sollen im Zuge der Planbettenerhöhung zwölf zusätzliche Einbettzimmer geschaffen werden, so die Mitteilung.

Stegelitz nahm den Mitarbeitern die Sorge, dass aus der Bettenerhöhung eine zusätzliche Arbeitsbelastung erwächst und versprach, "für einen Zuwachs an Arbeitsplätzen insbesondere in den Bereichen Pflege, Diagnostik, Therapie, Sekretariat und Service Sorge zu tragen", um die zusätzlichen Patienten gut versorgen zu können, und damit nichts an der gewohnten Behandlungsqualität (siehe Infokasten) verloren geht.

Die aktuelle Erhöhung der Planbettenanzahl ist eine von zwei wichtigen Entscheidungen des Sozialministeriums Stuttgart. Sie bedeuten für Wolfachs medizinische Einrichtung große Veränderungen und werden das Fachkrankenhaus in die Zukunft begleiten. Ende 2017 wurde der über viele Monate hinweg mit dem Sozialministerium abgestimmte Förderantrag zu den Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen mit einem Festbetrag von 4,05 Millionen Euro bewilligt (wir berichteten). Damit werden eine neue Krankenhausauffahrt, ein zusätzlicher Bettenaufzug sowie Neubauflächen für den klinischen Arztdienst und den Küchenbereich finanziert.

Aktuell versorgen die insgesamt 104 Mitarbeiter der Parkinson-Klinik Ortenau bis zu 1400 stationäre Patienten pro Jahr. Die Einrichtung genießt aufgrund der hoch qualifizierten Behandlung eine überregionale Reputation, sodass seit vielen Jahren sich nicht nur Patienten aus Baden-Württemberg, sondern auch aus benachbarten Bundesländern in die Hände des Behandlungszentrums begeben.