Wolfach Geppert sieht "Verwehrungshaltung"

Wolfach - Die auf der Kippe stehende Ferienbetreuung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) sorgt weiterhin für Diskussionsstoff. Jetzt reagiert Bürgermeister Thomas Geppert auf die Aussagen der Awo-Beteiligten.

 

In einem einzigen Punkt stimmt der Bürgermeister demnach dem Inhalt der "eilig verfassten Stellungnahme" der Organisatoren Melanie Wick und Manfred Maurer zu: "Ein vertrauensvoller Umgang sieht wirklich anders aus. Hier wurden gute Gesprächslagen aus der Vergangenheit massiv beschädigt", teilt er dem Schwabo mit.

Ansicht über Transparenz

Der Kritik von Wick und Maurer, dass das Ergebnis der geheimen Gemeinderatssitzung im Februar nicht in der darauffolgenden Sitzung öffentlich bekannt gegeben wurde, begegnet Geppert mit: "Eine derartige – noch dazu personell benannte – Angelegenheit fällt aufgrund der damit verbundenen Persönlichkeitsrechte unter die Ausschlussgründe einer Verpflichtung zur öffentlichen Bekanntgabe."

Echt in Kontakt

So betont Geppert zudem, "dass die beteiligten Personen nach besagter Gemeinderatssitzung sehr wohl mündlich vonseiten der Verwaltung unterrichtet wurden." Außerdem: "Wenn mir dies vonseiten der Mitarbeiter so mitgeteilt wird, ist es auch so", sagt Geppert. Er stellt in diesem Zusammenhang fest, "dass man über ›die Stadt‹ wieder einmal vorwiegend auf dem Presseweg urteilt, weil vielleicht die bislang getätigten Aussagen, nämlich die Unmöglichkeit einer dauerhaften Vollanstellung der Ferienbetreuung, nicht die persönliche Zufriedenheit trifft."

Nicht aufgeschoben 

Der Bürgermeister fühlt sich auch, was den zeitlichen Ablauf anbelangt, missverstanden. Mit der angestoßenen Debatte sei "wieder einmal gekonnt der Eindruck vermittelt" worden, "die Stadt verschleppe oder verschließe sich gar eines wichtigen Themas", findet er. Nachdem die Verwaltung laut Geppert Wick die Personalentscheidung des Rats mitgeteilt habe, sei für die Awo-Beteiligte der Weg frei gewesen, "sich beruflich anderweitig zu bewerben, was ja auch erfolgreich klappte", so Geppert. Im Frühjahr erfolgte jedoch auch die "eindeutige Aussage der Verantwortlichen", gemeint sind Maurer und Wick, "dass im Jahr 2018 nochmals alles in gewohnter Weise verlaufen wird.

Erst nach der jüngsten Ferienbetreuung am Biesle sollte sich für die kommende Zeit verständigt werden. So laute auch besagter, mittlerweile viel zitierter, nicht-öffentlicher Gemeinderatsbeschluss vom Februar, hebt der Bürgermeister hervor.

Das Anstellungsproblem 

"Es ist keinesfalls so, dass die bestehenden Ferienangebote, mit dem Biesle als Aushängeschild, völlig an der Unterstützung der Stadt vorbeischrammen. Und dies wird auch künftig in der gehaltenen Form weitergeführt werden", stellt Geppert klar. Der eigentliche Punkt sei die Frage nach Personalgewinnung "auf der Awo-Seite oder wo auch immer". Bezüglich der Anstellungsproblematik, die "nicht auf städtische Schultern wandern kann", ist die Kommunalpolitik bislang stets zu weiteren kooperierenden Gesprächen bereit gewesen, betont Geppert. Dies alles sei aber nun als "Verwehrungshaltung" der Stadt sehr verzerrt dargestellt worden, bedauert der Bürgermeister.

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