Wolfach Neuauflage für 2019 fest in Aussicht

Einige der betagten Schlepper waren für das Treffen des Rohöl-Clubs viele Kilometer nach Kirnbach getuckert und so mancher Bulldog festlich herausgeputzt. Zahlreiche Oldtimer-Fans schauten sich die Modelle an. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Wahre Liebhaber von historischen landwirtschaftlicher Zugmaschinen sind wetterfest. Auch bei kühlen Temperaturen und Nieselregen ist das siebte Schleppertreffen vom Rohöl-Club Kirnbach am Wochenende ein voller Erfolg gewesen.

Wolfach-Kirnbach . Um die 160 Traktoren, Unimogs und andere landwirtschaftliche Maschinen gaben sich auf dem Moosenmättle ein Stelldichein. Einige der betagten Schlepper waren viele Kilometer nach Kirnbach getuckert und so mancher Bulldog festlich herausgeputzt.

Etliche Teilnehmer waren bereits am Samstag samt angehängtem Wohnwagen angereist, um am Lagerfeuer mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln. Zuvor hatte der Verein wie in den vergangenen Jahren zum Preisskat als Auftakt des Treffens eingeladen.

Über Technik reden

Der Großteil der historischen Fahrzeuge schnaufte dann am Sonntag gegen Mittag auf das Hochplateau. Dort warteten bereits zahlreiche Fans der Oldtimer. Bald bildeten sich Grüppchen, die über deren schier unzerstörbare Technik disputierten.

Dicht gedrängt standen die Marken Hanomag, Lanz, Güldner und Fahr beieinander und erinnerten an Zeiten, als die Landwirte noch mit gerade einmal 14 PS unter der Haube auf das Feld fuhren.

Außerdem zog die Sonderausstellung historischer Fahrräder viel Aufmerksamkeit auf sich. Wer sich traute, konnte auf dem Hochrad von 1870 eine Fahrt unternehmen. Auch eine Draisine von 1817 – ein einspuriges, von Menschenkraft betriebenes Fahrzeug ohne Pedale, das als Urform des heutigen Fahrrads gilt, war zu bewundern.

Ein uriges Bild gaben die historischen Motorsägen ab, die originell einen Baumstamm zierten. Sehr willkommen war den auf den Schleppern fröstelnden Ankömmlingen das Fläschchen Honigschnaps vom Berghansenhof, das jeder Teilnehmer als Begrüßungsgeschenk bekam.

Alle Plätze belegt

Lange Schlangen bildeten sich vor dem Kaffeezelt, wo sich die Besucher mit hausgemachten Kuchen und einem heißen Kaffee stärken konnten. Auch beim Mittagstisch im Zelt nebenan war kein Platz mehr zu finden und die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Gäste zufrieden zu stellen.

Dem guten Besuch entsprechend fiel auch das Resümee von Michael Hils, Vorsitzender des Rohöl-Clubs, positiv aus. "Wir sind sehr zufrieden mit der Besucherresonanz", sagte er. Kommendes Jahr wird der Verein auf jeden Fall wieder zum Schleppertreffen auf dem Moosenmättle einladen.

Der Rohöl-Club Kirnbach wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, die im Ort betriebenen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen zu erhalten. Laut dem Verein werden insgesamt mehr als 50 historische Maschinen von unter anderem Motorsägen bis hin zum Schlepper gepflegt und instand gehalten. Vertreten wird der Verein von Vorsitzenden Michael Hils und seinem Vize Tobias Hildbrand.

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