Wolfach Natur stets eng verbunden gewesen

Wolfach/Kirnbach (bea). Adalbert Koch, ein engagierter und besonders naturverbundener Bürger, lebt nicht mehr. Der ehemalige Oberforstrat starb vergangenen Mittwoch im Alter von 63 Jahren.

Koch zeichnete sich nicht nur wegen seines kommunalpolitischen Engagements aus, sondern auch durch seine tatkräftige Mitarbeit in den Wolfacher Vereinen. Seine aufgeschlossene, zuvorkommende und freundliche Art machte ihn zu einem beliebten Mitbürger.

Aus beruflichen Gründen mit seiner Familie 1989 nach Wolfach gezogen, leitete Adalbert Koch bis 1998 als Amtsleiter das Staatliche Forstamt in der Bahnhofstraße. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Preisverhandlung für den Holzverkauf sowie der Flächenankauf für den Staatswald.

Bei Erstkandidatur in den Stadtrat gewählt

Koch war ein Forstexperte mit Leib und Seele und die Natur hatte bei ihm einen großen Stellenwert. Aufgrund der Reform wechselte er später nach Freiburg zur dortigen Forstdirektion und war dort bis zu seiner Pensionierung im März 2014. Er war zuständig für Fragen der Walderhaltung, Waldumwandlungsverfahren und des Naturschutzes.

Ein wichtiges Anliegen Kochs war außerdem, sich im gesellschaftlichen Leben einzubringen. Im kommunalpolitischen Bereich und in Wolfacher Vereinen hatte er eine Vorbildfunktion inne. Er gehörte den Freien Wählern an. Bei seiner Erstkandidatur 1999 wurde er in den Stadtrat gewählt. 2004 erfolgte die Wiederwahl, bis er aus gesundheitlichen Gründen 2008 ausschied. 2014 trat er erneut an, um die Freien Wähler zu unterstützen. Zudem war Koch von 2001 bis 2008 Fraktionssprecher und seit den 90er-Jahren Schatzmeister.

Für seine Verdienste um die Stadt Wolfach wurde ihm 2008 der Bronzene Ehrenteller verliehen.

Der Natur wegen setzte sich Adalbert Koch außerdem besonders für den Schwarzwaldverein Wolfach, in dem er am 25. April 1989 Mitglied wurde, ein. 1995 wurde Koch stellvertretender Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Wolfach und hatte von Januar 2001 bis Juli 2008 das Amt des Vorsitzenden innen.

Im Jahr 2002 wurde er zudem stellvertretender Bezirksnatur-Schutzwart.

Er zeichnete sich als geschätzter Wanderfreund aus und hatte für viele Anliegen ein offenes Ohr.

Dem Angelverein Wolfach trat er 1996 als aktives Mitglied bei.

Zum Musikverein Trachtenkapelle Kirnbach kam er 2002 und war seit Januar 2003 Vorstandsmitglied als Vertreter der passiven Mitglieder.

Alle, die mit Adalbert Koch zusammengearbeitet haben wissen, dass man mit ihm einen wertvollen Ratgeber verloren hat, der eine große Lücke hinterlässt. Neben seiner Ehefrau Regina trauern sein Sohn Frieder mit Ehefrau Katja sowie Tochter Bille mit Mathias Henke.

Die Beerdigung mit anschließendem Trauergottesdienst, musikalisch umrahmt von der Trachtenkapelle Kirnbach, findet am kommenden Donnerstag, 5. Februar, um 14.30 Uhr in der St. Nikolaus-Kirche in Kirnbach statt.