Wolfach Moosenmättle-Open-Air: Die Schlagzahl erhöht sich

Wolfach-Kirnbach/Halbmeil - Mit einem kräftigen Regenguss hat das Moosenmättle-Open-Air auf 783 Metern Meereshöhe seine Besucher aus nah und fern empfangen. Trotz der widrigen Wetterprognosen fanden bis zum späteren Abend Rockfans den Weg den Berg hinauf.

 

Das Line-Up der Bands konnte sich auch in der 36. Auflage sehen und hören lassen. Aus geschätzt mehr als 1000 Bands, die über ein Jahr verteilt Tobias Pfaff Interesse an einem Auftritt beim legendären Festival bekundet hatten, hatte der Organisator wieder die perfekte Mischung aus sieben Bands für das treue Stammpublikum gefunden. Das Catering oblag wie schon in den vergangenen 35 Jahren den verschiedenen Abteilungen des FC Kirnbach, dem Veranstalter.

Präventiver Schutz

Aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes war die Feuerwehr Wolfach gleich mit zwei Löschfahrzeugen vor Ort. Auf der provisorischen Campingwiese war dieses Jahr offenes Feuer ausnahmslos verboten. Wieder hatten viele Festivalgänger die Möglichkeit genutzt, sich mit dem Zelt, Campingbus oder nur einem Zeltpavillon eine kleine Rückzugsoase während der gut zehnstündigen Veranstaltung zu schaffen.

Nach den abebbenden Regentropfen enterte das Stuttgarter Duo "Fuchs und Krümel" um 18.45 Uhr die Bühne. Im Hintergrund wurden noch die letzten Pfützen von der Bühne gewischt. Pierre Fuggers ("Fuchs") nachdenkliche deutsche Texte und Maren "Krümel" Veils ruhige Cello-Bogenstriche fingen die zu diesem frühen Zeitpunkt noch wenigen Fans ein.

Schnörkelloser Rock

Mit der Schweizer Nachwuchsband "Rooftop Sailors" rockten dann vier junge Wilde mit einem Mix aus Punk, klassischem Rock und melodiösen Gesängen die Moosenmättle-Bühne. Lange Mähnen, wie gemacht zum Headbanging – zumindest beim Sänger und Frontmann Alexander Bratschi und beim Gitarristen Nevio Heimberg – und schnörkelloser Rock erreichten das Publikum. Mit einer tollen Performance zeigten die vier aus dem Berner Oberland, dass sie nicht zu unrecht 2016 den Emergenza-Nachwuchspreis in der Schweiz gewonnen hatten.

Der Ulmer Andy Susemihl mit drei "Superfriends", die Schwäbisch Haller Gothic-Rock- und Metal-Band "Bloodflowerz" (eine Entdeckung von Pfaff), die Kaiserstühler Band "Von Welt" mit deutschen Texten und die australischen Jungs von "Mammoth Mammoth" erhöhten nach und nach die Dezibel- und Schlagzahl.

Für die nötige Erholung während der Umbaupausen sorgten "Fuchs und Krümel", als fleißige Schattenmenschen hinter dem Vorhang die Bühne für den neuen Moosenmättle-Act vorbereiteten.

Die Nachtschicht übernahmen dann die Biberacher "Rebels" ab gegen 2 Uhr morgens.

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