Wolfach Mehr Abzeichen, weniger Mäskle

Der frisch gewählte Vorstand des Fördervereins besteht aus (von links): Klaus Sauerbrunn, Wilfried Schuler, Bernhard Stelzer, Susi Riester, Hubert Kessler, Christian Eichinger, Reiner Heil und Heiko Schneider. Schriftführerin Milena von Zelewski wurde in Abwesenheit gewählt. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Der Verein zur Förderung der Wolfacher Fasnet ist nach wie vor rege und unterstützt die Freie Narrenzunft maßgeblich. Bei der Hauptversammlung im Kurgartenhotel ist dem Vorstand für weitere zwei Jahre das Vertrauen ausgesprochen worden.

Wolfach. Narrenvater Hubert Kessler, der Kraft seines Amtes Vize des Vorsitzenden ist, bedankte sich für die Arbeit des Vorstandes und die jährliche Spende. "Ohne diese Finanzspritze wäre unser derzeitiges Gefüge gar nicht möglich", stellte Kessler fest und nannte die Unterhaltung der Narrenkammer als Beispiel.

Zuvor hatte Vorsitzender Bernhard Stelzer Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr gehalten. "Die Schellenhansel-Aktion darf als sehr gelungen angesehen werden", freute sich Stelzer. Bei den neuen Häsanschaffungen war nach Ansicht der Zunft der blau-gelbe Hansel im Verhältnis zu den anderen Wolfacher Figuren unterrepräsentiert. Deshalb subventionierte der Förderverein eine Initiative der Zunft, das bunte Bild der verschiedenen Hansel zu vergrößern.

Sehr erfolgreich waren Stelzer und Oliver Sum auch wieder unterwegs in Sachen Abzeichenverkauf am Schellenmendig. "200 Abzeichen sind für uns kein Problem und wir werden auf diesen schon zur Tradition gewordenen Spaß auch weiterhin nicht verzichten", kündigte der Vorsitzende verschmitzt an.

Ein weniger gutes Ergebnis war hinsichtlich der Sammlermäskle zu verzeichnen. Es wurden nur drei verkauft, was im Vergleich zum Vorjahr mit 57 verkauften Stück ein gewaltiger Rückgang ist. Stelzer vermutete, dass der Markt irgendwann auch gesättigt sei.

Ein Rückgang um sechs Mitgliedschaften ließ 2018 die beitragspflichtigen Mitglieder auf 942 abnehmen. Trotzdem klingelte die Kasse lauter, wie Rechnungsführerin Susi Riester berichtete. Grund dafür sei einerseits ein Mehr an Spenden und dass Zahlungen sich mit dem laufenden Geschäftsjahr überschneiden. "Einige unserer ausländischen Mitglieder bezahlen auch manchmal gleich für mehrere Jahre ihren Beitrag", erklärte Riester das Phänomen. Annähernd 20 000 Euro habe der Verein eingenommen und dabei weniger Ausgaben als 2017 verzeichnet. So konnte die Zunft laut Kassiererin mit einem Betrag in Höhe von 9000 Euro gefördert werden.

Nach den Regularien sprach Wilfried Schuler das Problem an, für die Röslehansel einen Stoff zu besorgen, der qualitativ und optisch den Anforderung entspricht. Grob geschätzt sei noch Stoff für etwa zehn Häser vorhanden. Schuler machte den Vorschlag, Rohleinen in der Größenordnung von 400 Meter anzuschaffen bei einer Spinnerei, die er ausfindig gemacht hat. "Das würde für die nächsten zehn Jahre reichen, kostet allerdings auch um die 6000 Euro", meinte Schuler. Eine schnelle Lösung wurde in der Versammlung nicht gefunden. Angestrebt wird nun vom Vorstand ein runder Tisch, an dem die Vor- und Nachteile einer solchen Investition erörtert werden sollen.

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