Wolfach Kleinlaster wird zum Sorgenkind

2014 wurde der Bonetti angeschafft – nun sorgen Reparaturen für Probleme. Archivfoto: Vichra Foto: Schwarzwälder Bote

Mit überplanmäßigen Ausgaben bei der Fahrzeugunterhaltung des Bauhofs hat sich der Technische Ausschuss in der Sitzung am Mittwoch beschäftigt. Anwesend war auch Bauhofleiter Maik Knötig, der über die Ausgaben informierte.

Wolfach. Von "nicht unerheblichen Mehrausgaben", die einen Beschluss des Technischen Ausschusses nötig machen, sprach Bürgermeister Thomas Geppert in der Sitzung am Mittwochabend. 24 000 Euro seien ihm zufolge für die Unterhaltung der Bauhof-Fahrzeuge im Haushalt eingestellt. Etwa 10 000 Euro davon fließen in Versicherungen, die übrigen 14 000 Euro sollen für Reparaturen reichen, die in Fachwerkstätten vorgenommen werden, erläuterte Bauhofleiter Maik Knötig in der Sitzung. Um Geld zu sparen, würden kleinere Reparaturen vom Bauhof-Team selbst im laufenden Betrieb erledigt.

Doch in diesem Jahr haben diese 24 000 Euro nicht ausgereicht – die Kosten fielen aufgrund vieler unvorhergesehenen Reparaturen höher aus als gewohnt. Trotz weitreichender Kulanzregelung habe vor allem der Bonetti-Lastwagen ein großes Loch gerissen. Fast das gesamte Budget floss in dessen Reparaturen.

Die externen Reparaturkosten beliefen sich im Jahr 2018 summa summarum auf 23 700 Euro – davon allein 10 200 Euro für den im Jahr 2014 angeschafften Bonetti-Lastwagen. Probleme waren Undichtigkeiten an den Achsen, der Hydraulikanlage sowie dem Kühlwassersystem. Außerdem sorgten Elektrik und Wasserkühler für Werkstattaufenthalte. Ohne Kulanz-Nachlass wäre die Rechnung wohl doppelt so hoch ausgefallen, so Knötig. "Das kam überraschend und hat richtig reingehauen", so der Bauhofleiter.

Werkstattaufenthalte kosten 23 700 Euro

Das Gremium nickte die Mehrausgabe zwar einstimmig ab, zeigte aber auch deutlich seinen Ärger. Das Fahrzeug sei noch nicht alt, Probleme am Getriebe sollte es noch nicht geben, wunderte sich Ulrich Wiedmaier (FWV).

Ernst Lange (FWV) erinnerte an die Ratssitzung, in der das Gremium 2014 dem Kauf zugestimmt hatte. Dieser erfolgte über den Generalimporteur Hen aus Steinheim mit einem Komplettpaket für den Winterdienst und wurde zu einem Preis von 149 000 Euro geleast. Der Bauhof hatte das Fahrzeug eingehend getestet und es als "solides Allzweckgerät mit ausgereifter Technik und geringer Reparaturanfälligkeit" eingeschätzt, hieß es damals in der Sitzungsvorlage.

Obwohl damals keiner von dem Fahrzeug überzeugt gewesen war, habe sich der Rat vom Urteil der Fachleute überzeugen lassen, so Lange. "Im Nachhinein tut mir das auch etwas weh", sagte er. Ob es mit einem anderen Fahrzeug besser gelaufen wäre, sei aber hypothetisch.

Kritik ist durchaus angebracht

Der Bonetti-Laster sei immerhin fast täglich im Einsatz, meinte Geppert. Die Kritik sei aber durchaus angebracht, räumte er ein. "Was will man machen?", fragte Knötig in den Raum. Die Antwort folgte prompt: "Beim nächsten Mal keinen Bonetti mehr kaufen", so Wiedmaier.

Ein weiterer größerer Kostenpunkt im vergangenen Jahr waren die Reparaturen für 7000 Euro am Mercedes-Benz Atego. Dort machten unter anderem Tacho, Lenkstange und Bremszylinder Probleme. Die übrigen 6500 Euro flossen in vier weitere Fahrzeuge des Bauhof-Fuhrparks, bei dreien standen indes keine Reparaturen an.

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