Wolfach "Jahrhundertspiel" unter ganz besonderen Vorzeichen

DIe Idee zur Benefiz-Aktion hatten Bürgermeister Thomas Geppert (links) und FC-Vorsitzender Peter Buchholz kürzlich vorgestellt. Jetzt steht das Konzept.Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Wolfach (lmk). Sein 100-jähriges Jubiläum hat der FC Wolfach im vergangenen Jahr groß feiern wollen. Aus einem Großteil der geplanten Veranstaltungen ist aufgrund der Corona-Pandemie jedoch nichts geworden. Eines lassen sich die Wolfacher Fußballer jedoch nicht nehmen: Ein "Jahrhundertspiel" mit den Stuttgarter Kickers, Fortuna Düsseldorf und einer Aktion für den guten Zweck – aber etwas anders.

Die Grundidee zu diesem Spiel war, die Erfolgsgeschichte der Stadion-Eröffnung 1953 fortzuschreiben und zu toppen, erzählt FC-Vorsitzender Peter Buchholz im Gespräch mit unserer Zeitung. Zur Eröffnung spielte Fortuna Düsseldorf gegen die Stuttgarter Kickers – im seinerzeit modernsten Stadion der Ortenau vor beeindruckenden 9000 Zuschauern.

Und jetzt soll sich dies wiederholen – wenn auch, der Pandemie geschuldet, in einem recht eigenwillig anmutenden Format: Ein "fiktives Geisterspiel" plant der FC Wolfach am Freitag, 22. Oktober. Das bedeutet, dass keine der beiden Mannschaften am fraglichen Tag im Stadion spielen wird. Jedoch sind beide Mannschaften selbstverständlich mit im Boot und von der Aktion, die am Ende einem guten Zweck dienen soll, begeistert. Denn der Erlös aus dem Verkauf der Karten soll dem Tafelladen der Awo in Hornberg zugute kommen. Ein Teil soll auch in Form von Heimatkärtle-Gutscheinen verteilt werden, sofern dieses bis dahin gestartet ist.

Schon lange hatte der Verein den Wunsch gehegt, zum 100-Jährigen einen ähnlichen Coup zu landen wie 1953. Damals, blickt Buchholz stolz zurück, stand "Fußballgott"­Toni Turek im Tor. Mit dieser Geschichte als Aufhänger begann für Buchholz schon früh der Kontakt zu den betreffenden Mannschaften – mit wechselnden Ansprechpartnern und mal mehr, mal weniger guten Erfolgsaussichten. Und dann machte Corona alle Hoffnungen auf ein reguläres Spiel zunichte.

Karten für "fiktives Geisterspiel" ab sofort erhältlich

Komplett von der Idee verabschieden wollte Buchholz sich dann doch nicht, und schnell war das "fiktive Geisterspiel" geboren. Keine Fans im Stadion – und auch keine Mannschaften, die gegeneinander kicken. Tickets werden aber trotzdem verkauft, und der FC Wolfach hofft, dass diese dem einen oder anderen die zehn Euro Verkaufspreis wert sind. Zum einen natürlich als Erinnerungsstück an ein ganz besonderes Jubiläum in einer ganz besonderen Zeit.

Und für den guten Zweck natürlich. Auf entsprechend viele "Gäste", die Gefallen am Konzept finden, hofft man beim FC Wolfach.

Das erklärte Ziel ist denn auch, die magische Zahl von 9000 Gästen am 22. Oktober zu knacken. "Ab der 9001. Karte werden wir feiern", sagt Buchholz und lacht.

Entsprechend einem klassischen Freitagabendspiel ­startet das "fiktive Geisterspiel" am 22. Oktober um 19.20 Uhr. Bis dahin werden auch Karten verkauft. Gestartet ist der Verkauf bereits, versandt werden Tickets aber erst ab Montag, 12. Juli. Wer Karten erwerben will, überweist pro einzelnem Ticket zehn Euro auf das Jugendkonto des FC Wolfach bei der Sparkasse Wolfach, DE88 6645 2776 0010 1307 06. Im Betreff müssen das Stichwort "Jahrhundertspiel 2021" sowie Name und Adresse angegeben werden.

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