Wolfach Buntes Potpourri gelebten Brauchtums

Bei der Arbeit: Waltraud Kech (links) und Helga Kienzle werkelten in der Kirnbacher Arbeitstracht an Bollenhüten, "Gollern" und "Spiegele" beim Husmatte-Hock in Kirnbach. Foto: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

Wolfach-Kirnbach (dor). Weit mehr als 100 Gäste haben am Donnerstagabend den Husmatte-Hock der Kirnbacher Kurrende beim "Maler Martin" besucht. Darunter befand sich auch eine große Abordnung der Oberwolfacher Trachtentanzgruppe.

Beide Gruppierungen hatten erst anlässlich des VW-Veteranentreffens gemeinsam einen Brauchtumsabend in Wolfach gestaltet. Auch im 53. Jahr präsentierte die Kurrende beim "Wiese-vor-dem-Haus-gemütliches-Beisammensein" – so die freie Übersetzung durch Moderator Günther Kech für die nicht des Kirnbacher Dialekts mächtigen Kurgäste – ein buntes Potpourri ihres gelebten Brauchtums.

Auf dem Tanzboden zwischen Hof und Kirnbächle zeigten die Kinder der "kleinen" Kurrende mit dem "Müller-Tanz", der "Knopfloch-Polka" und dem "Jäger-Neuner" herzerfrischende Ringelreihen mit – wie bei der "Knopfloch-Polka" – durchaus anspruchsvollen Laufwegen. So erlebte der "Jäger-Neuner" beim Husmatte-Hock sogar seine Premiere.

In der Kirnbacher Arbeitstracht werkelten Trachtenschneiderin Waltraud Kech und Helga Kienzle an Bollenhüten, "Gollern" und "Spiegele". Die fertigen Produkte konnten in großer Zahl beim schwunghaften Auftritt der "großen" Kurrende bewundert werden.

Die Damen waren auch im Hochsommer natürlich mit den warmen "hasenhaarigen" Strümpfen bekleidet unterwegs. Mit einer Schwarzwälder Tanz- und Klatschfolge von vier traditionellen Tänzen, dem "Treskowitzer Menuett" oder dem Lied von der Mühle im Schwarzwälder Tal wurde das Publikum begeistert. Sonderlob erhielt Gerold Kraus am Akkordeon. Der Lahrer war kurzfristig für die Begleitung eingesprungen.